Das erste Duell der OB-Kandidaten mit komischen Einlagen

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Boris Palmer und Beatrice Soltys traten erstmals gegeneinander an.

Die Tübinger Themen luden drei bisher bekannte Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters (OB) in Tübingen ein: Amtierender OB Boris Palmer, Baubürgermeisterin (in Fellbach) Beatrice Soltys und Markus Vogt, Spaßkandidat und seit kurzem Gemeinderat.
Die Veranstalter hatten sich gründlich verschätzt. Statt der erwarteten 100 Zuhörer kamen mehr als 200. Selbst der schlanke OB Palmer musste über die Hintertreppe einsteigen, weil es am Eingang keine Lücke in den Menschentrauben mehr gab.

Nach einem eher holprigen Start nahm die Diskussion schnell Fahrt auf. Während beim Thema Innenentwicklung kaum Dissens zu hören war, schieden sich die Geister bei der Diskussion um die Stadtbahn durch Tübingen. Palmer sieht die große Chance, die Klinik-Pendler vom Auto weg zu locken, Soltys zweifelte an der praktischen Umsetzung und forderte mehr Bürgerbeteiligung. Vogt plädierte für eine Kombination aus Seilbahn und Bobbycar…

Ganz und gar auseinander drifteten die Kandidaten, als es um den Zustand der öffentlichen Flächen ging. Anders, als in der Stuttgarter Zeitung dargestellt, war das Publikum nicht der Meinung, dass Tübingen eine saubere Stadt sei. Die Äußerung von Frau Soltys, einige Ecken wirkten regelrecht „verlottert“, mochten allerdings auch nicht alle hören.

Palmer griff locker in die Daten- und Zahlenkiste, derweil Soltys auf ihren Newcomer-Bonus baute und eher „Gesamtkonzepte“ forderte. Das war dem Publikum nicht genug: „Nun sagen Sie doch endlich, warum ich Sie wählen soll!“

Die anfangs mit Gelächter belohnten Statements von Vogt erregten zunehmend Unmut. Wer so einen in den Gemeinderat gewählt habe, der gehöre bestraft, murrten einige. Gegen Ende meldete sich ein weiterer Kandidat zu Wort, der Stocherkahnfahrer Oliver Rödiger. Bislang haben sich noch weitere vier Aspiranten beim Wahlamt eingeschrieben: Matthias Mühleisen, der in der Wüsten Welle schon ein Interview gegeben hat und drei Unbekannte, die noch nicht aus der Deckung kommen.

Zwei Printmedien und ein Internet-Portal widmeten dieser spannenden Veranstaltung der Tübinger Themen einen Artikel:

Das Schwäbische Tagblatt

Die Stuttgarter Zeitung

Der Site von Moritz Pfeiffer

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3 Kommentare

  1. Ulrike Dahmen
    13. September 2014 zu 19:37 Antworten

    Mich hat sehr gefreut, dass soviele Interessenten gekommen waren. Häns Dämpf fand ich in dem immer verbissener werdenden Kampf der „seriösen“ Kandidaten als erlösende Auflockerung. Dass Herr Palmer meine harmlose Frage nach den meist leer herumfahrenden riesigen Gelenkbussen mit der Durchschnittszahl 32 meinte erschöpfend beantwortet zu haben und dann noch eine arrogante Belehrung zu den fragenden Bürgern und Zahlen anschloss, machte mich erst einmal sprachlos. Frau Soltys hätte ein bessere Moderation der Zuschauerfragen verdient.
    Ulrike Dahmen

  2. Mike Oeser
    14. September 2014 zu 13:01 Antworten

    Hallo, Tübinger Themen, da habt Ihr euch ganz schön was angetan. Eigentlich wolltet Ihr doch den Palmer zwicken. Stattdessen hat er alle anderen ausgestochen. Tut mir leid für Eure redlichen Bemühungen unparteiisch zu sein. Was wahr ist, muss wahr bleiben.
    Mike Oeser

  3. Jürgen Birne
    24. September 2014 zu 13:20 Antworten

    Ich finde es eine Anmaßung, Herrn Vogt als Spaßkandidaten zu bezeichnen! Nur weil Sie ihn politisch vielleicht ablehnen, sollten Sie es vermeiden meinungsbildend und parteiisch solch einen Artikel zu schreiben!
    Bisher stöberte ich regelmäßig auf Ihrer Seite herum; das werde ich nun nicht mehr tun!

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