Ende Gelände – kann Tübingen noch wachsen?

Einladung

Liebe Freunde der TÜBINGER THEMEN,

die Stadt wächst und wächst, das beschäftigt uns schon lange. Wohin soll das führen? Deshalb fassen wir dieses heiße Eisen jetzt mit Ihnen an und laden zum elften
Tübinger Themen-Abend ein:
am Dienstag, 22. März 2016
um 20.00 Uhr im Lamm, Am Markt 7

Waldhaeuser
Waldhäuser Ost, Tannenweg

Ende Gelände?!?
Bereits im ersten Abschnitt ihres Programms vom Oktober 2013 setzt sich die Tübinger Liste für eine Stadtentwicklung mit Augenmaß und Visionen ein (Programm 1). Seither haben sich die Interessen-, Nutzungs- und Zielkonflikte weiter verschärft. Wohnbau, Gewerbe- und Verkehrsflächen werden immer knapper, doch die Stadt wächst und wächst… Wohin führt das? Mit dieser Problematik befasst sich der nächste Tübinger Themen-Abend, das offene Diskussionsforum der Tübinger Liste.

Den Auftakt bildet der Tübinger Themen-Abend am Dienstag, 22. März 2016, um 20.00 Uhr im Lamm, Am Markt 7. Als Impulsgeber kommt der bekannte Oldenburger Architekt, Stadtplaner und Autor Daniel Fuhrhop, der mit seiner jüngsten Streitschrift „Verbietet das Bauen!“ für Zündstoff sorgt (http://www.daniel-fuhrhop.de/veranstaltungen/). Aus Tübinger Sicht wird Baubürgermeister Cord Soehlke ausführen, wo er noch Spielräume für künftiges Wachstum sieht.

Im fachkundigen Publikum erwarten wir als Gäste Prof. Dr. Michael Bamberg (UKT-Chef), Barbara Lupp (Regional-Geschäftsführerin BUND), Martin Lack (Ortsvorsteher Hagelloch), Sebastian Schreiber (IT-Unternehmer, SYSS), Angela Hauser (Personalratsvorsitzende UKT) und Thorsten Flink (Geschäftsführer WIT).

Im Einladungstext heißt es:

„In Tübingen wurde in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten viel gegen den Flächenfraß getan. Die Umwandlung städtischer Militär- und Industriebrachen in lebenswerte Quartiere gilt bundesweit und sogar international als vorbildlich. Doch zunehmend geht das Ausmosten und die Innenverdichtung an die Schmerzgrenze vieler Bürgerinnen und Bürger. Und der Baugrund wird immer rarer und unbezahlbar teuer. Der Druck nimmt zu, die Interessen- und Zielkonflikte werden schärfer. Hie Wachstum, dort Natur- und Landschaftsschutz, Wasserschutz, Landwirtschaft und Lebensqualität.

Statt einer klaren stadtplanerischen Ansage machen Schlagworte die Runde: Zielmarke 100.000 Einwohner, neue Technologie- und Gewerbeparks, den Saiben und Waldhäuser West bebauen, 30.000 Studierende, Trinkwasserbrunnen Au aufgeben, Klinikum und Naturwissenschaften in Richtung Steinenberg und Rosenau erweitern, jedem Teilort sein neues Baugebiet… Sind dies nun Freudenbotschaften, alternativlose Sachzwänge oder Entwicklungen ohne Plan und Verstand?
Wohin und nach welchen Vorstellungen wächst Tübingen in die Zukunft? Wie soll unsere Stadt in zehn, zwanzig Jahren oder 2050 aussehen? Weichen, die heute gestellt werden, bestimmen das Leben der nächsten Generationen.

So, wie wir zum Beispiel auf WHO mit der Beton-Euphorie der 1970-er Jahre zu leben haben: einem viel zu gross dimensionierten Berliner Ring mit einer gigantischen Zufahrt vom Nordring und einem schwächelnden Einkaufszentrum mit dem Charme einer Betonburg. Ein Glück, dass viel Umgebungsgrün und der prächtige Blick auf die Schwäbische Alb die Bau-„Visionen“ früherer Jahrzehnte abmildern.

Von welchen Leitbildern werden Entscheidungen der Tübinger Stadtentwicklung heute getragen? Von einer ungebrochenen Wachstumsideologie nach dem Motto „mehr, grösser, schneller“ oder im Bewusstsein begrenzter Ressourcen? Spielen die Strohfeuer von Wahlkämpfen und die Baudenkmäler von Politikern eine wichtige Rolle oder wird im Interesse nachfolgender Generationen entschieden? Wer kennt denn heute noch die „Leitlinien für eine nachhaltige Stadtentwicklung“ vom 21.7.2003? Und vor allem:

Wer hält sich daran?

Die Tübinger Liste regt für 2016 den Beginn einer Diskussion zur künftigen Stadtentwicklung an: Kann Tübingen noch wachsen? Wenn ja, wie?

Alle am Stadtgeschehen interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich in die Diskussion einzumischen.

 

Reinhard von Brunn                                     Paul-Janosch Ersing                                Klaus Dieter Hanagarth

Alle am Stadtgeschehen interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich in die Diskussion einzumischen.

Reinhard von Brunn Paul-Janosch Ersing Klaus Dieter Hanagarth

Tübingen, den 16. Januar 2016
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Reinhard von Brunn
reinhard.vonbrunn@tuebinger-themen.de“

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