Radverkehr: Entflechtung in Sicht!

Sicherheit ist Trumpf

Damit die Radfahrer sicher im Stadtverkehr unterwegs sind, sollen mehr eigene Strecken her.

Auch wenn Tübingen als Fahrradstadt gilt: Das Radwegenetz entspricht diesem Titel wahrlich nicht überall. Die meisten Kreuzungen lassen Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer in unsicheren Situationen von Fall zu Fall entscheiden. Und mangels klarer Fahrbahnen nehmen sich die Radfahrer oft den Weg des geringsten Widerstandes. Damit gefährden sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Es würde besser gehen. Andere Städte kriegen das doch auch hin!

Deswegen will  Tübingen nun mehr in die Infrastruktur investieren, beschloss der Planungsausschuss des Tübinger Gemeinderats am Donnerstagabend einstimmig.

Die auffälligste Neuerung wird die blaue Farbe der Radstreifen sein, die sich langfristig im ganzen Kreis durchsetzen soll. Ansonsten soll das alte Radverkehrskonzept fortgesetzt werden, wonach eine Entflechtung der Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt der planerischen Anstrengungen steht.

„Für Teile der bisherigen Umsetzung hagelte es allerdings Kritik von Dietmar Schöning (FDP): Die Wegführung zwischen Nonnenhaus und Museum gehe zu Lasten der Fußgänger.“ So schreibt das Schwäbische Tagblatt am 6. Februar 2018.

„Man verliert den Überblick. Das macht mir Sorgen“, sagte er. Auch Ernst Gumrich von der Tübinger Liste teilte die Bedenken, sah allerdings eher die Radfahrer gefährdet: „Wir müssen die erstmal von den Autotüren wegbekommen.“

Eine wirksame Entflechtung benötigt jedoch größere Eingriffe. Darum wollen die Stadtplaner auch drei neue Brücken bauen. Die eine Brücke zwischen Wöhrd- und Bismarckstraße soll noch dieses Jahr gebaut werden…“

Eine weitere Brücke soll den Neckar parallel zum Stauwehr überspannen. Fälschlicherweise wird hier immer von Lustnau geredet, doch die Gemarkung Lustnau beginnt erst an der Einmündung Hundskapfklinge.

Die wohl eindrucksvollste Brücke dürfte die über den Anlagenpark vom Behördenzentrum in den Tübinger Mühlbachäckern zum Wildermuth-Gymnasium werden, wenn sie denn tatsächlich realisiert wird …

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