Trinkwasser-Schutz: Kontrolle ist besser

Die Au-Brunnen-Freunde lassen nicht locker

Es ist zwar entschieden, dass das Wasserschutzgebiet  Aubrunnen (Zone 1 mit verstärktem Schutz) nicht zum Gewerbegebiet degradiert und nicht als solches in den neuen Flächennutzungsplan aufgenommen wird. Gleichwohl besteht bei der Bürgerinitiative Sorge, dass in der umgebenden Schutzzone 2 durch Umweltfrevel Schäden angerichtet werden, die früher oder später auch das Grundwasser in Mitleidenschaft ziehen.

Vor allem der Strefen zwischen Bahngleisen und Eisenbahnstrasse gleicht zeitweise einer wilden Müllkippe mit alten Möbeln, Bauschutt, Schrott-Maschinen, Matratzen, Hausmüll und Altreifen. Selbst Fässer mit giftigen Ölen und Farbresten werden gesichtet und gemeldet.

An der Böschung der B27 und anlehnend an den Zaun der Schutzzone 1 hatte ein Messi einen riesigen Berg PET-Flaschen angehäuft. Für seine Beseitigung brauchte die Firma ALBA zwei Tage, und die Stadtwerke berappten dafür 5000 Euro.

Grund genug für die Initiative, darunter Reinhard von Brunn von der Tübinger Liste, sich am 31. Januar mit Vertretern von Landratsamt und Stadtwerken zu treffen. Bei einer ausführlichen Visite wurden die kritischen Brennpunkte erörtert, die komplizierten Zuständigkeiten besprochen: Deutsche Bahn, Landratsamt, Stadtwerke, städtisches Ordnungsamt, Straßenbau-Behörde des Regierungspräsidiums – jeder hat ein bisschen was zu sagen.

Wie kann die Schutzzone 2 besser geschützt werden?

  • Vermehrte Begehung und Kontrollen des Geländes durch die Behörden
  • Deutlichere Beschilderung der Wasserschutzzone 2, vor allem in der Eisenbahnstraße
  • Schranken an Zu- und Abfahrt der Ladestraße der DB.

Bürgerinitiative Aubrunnen und Tübinger Liste werden wachsam bleiben. Tübingens Trinkwasser ist ein hohes und schützenswertes Gut, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen dürfen.

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