Solche Briefe erreichen uns häufig, und wir haben auch schon Vorschläge unterbreitet, denn ungestörter Schlaf ist auch im Sommer ein Grund-Bedürnis und Recht. Es fehlt doch gar nicht so viel, um die Tortur für Altstadt-Bewohner zu beenden.

Hier die Stimme eines geplagten Bürgers:

 

“Sehr geehrter Herr Kaltenmark und sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,

ich zitiere aus der Mail zum Thema Ract-Festival (geschrieben von Herrn Kaltenmark):

“Es besteht … eine Interessenskollision zwischen den freizeitorientierten … Besuchern einer derartigen Veranstaltung auf der einen

und dem Bedürfnis nach Nachtruhe und einem angenehmeren Wohnumfeld der … Anwohner auf der anderen Seite.

Diese Interessenskollision stellt eine Herausforderung dar, Maßnahmen zu ergreifen, die Auswirkungen in einem vertretbaren Rahmen halten.”

Herr Kaltenmark, Sie werden, seien sie mir nicht böse, aber ich muss das leider so deutlich sagen, dieser Aufgabe nicht gerecht.

Ich spreche von drei Veranstaltungen:

  1. Dem Sommertheater auf der Neckarinsel (letztes Jahr),
  2. dem Ract-Festival
  3. und dem Stadtfest.

Ob sie es mir glauben oder nicht: Alles drei Veranstaltungen, die ich (aus verschiedenen Gründen) ausdrücklich begrüße!

Aber, wie sie so richtig schreiben: Die Voraussetzung ist, dass “die Auswirkungen in einem vertretbaren Rahmen” gehalten werden.

  1. Beim Sommertheater (das über viele Wochen läuft) heisst das: Man muss den Theatern klar machen, dass gutes Theater keine Verstärkung braucht, schon gar keine verstärkte Musik. Damit wäre der Interessenausgleich auch schon hergestellt.

2. und 3. Beim Ract und dem Stadtfest heißt das: Es kann bis ein Uhr gehen, aber nach Mitternacht noch Musik in Festivallautstärke zu genehmigen ist das Gegenteil eines Interessenausgleichs … es ist akustische Terrorisierung der Anwohner, nichts anderes.

Wenn die Altstadtbewohner noch nach Mitternacht selbst bei geschlossenen Fenstern vom Gewummer der Bässe vom Marktplatz (oder im Fall des Racts vom Anlagensee) traktiert werden, kann von einem Interessenausgleich keine Rede mehr sein! Man kann als genehmigende Behörde(n) eine solche Veranstaltung auch ruhiger ausklingen lassen und damit tatsächlich für einen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen sorgen!

Bitte berücksichtigen sie das bei künftigen Entscheidungen!”

 

Ein Altstadtbewohner (Name ist der Redaktion bekannt)

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