Des Oberbürgermeisters Nonsense- Abfrage in Facebook: “Lieber Stadtbahn oder lieber mehr Autos?” hat das von ihm gewünschte Ergebnis gebracht.

Wer möchte schon zwischen zwei Übeln das Übelste wählen?!

Dennoch gibt es auch noch sachliche und bedenkenswerte Überlegungen von vernünftigen Bürgern und Stadtplanern, wie die wirklich gefährliche Strecke durch die Mühlstraße umgangen werden kann. In Mainz ist eine Straße bereits für Radfahrer gesperrt. Diese Straße hat alle für Radler gefährlichen Eigenschaften: Sie ist steil, eng, an einer Stelle kurvig und mit Gleisen versehen. Deshalb ist die Gaustraße ab Stefansberg abwärts für Radfahrer gesperrt. Viele Radfahrer halten sich nicht an das Verbot – und stürzen.

Hier ist der Link:

https://www.tuepedia.de/wiki/Alternative_Routen_für_die_RegionalStadtBahn

*********

Die Mühlstraße wird  für Autos gesperrt. Das war das wichtigste Fazit bei der “Trassen-Werkstatt”

Am 13. Oktober kamen nur 20 Bürgerinnen und Bürger zu der sogenannten “Trassenwerkstatt.” Was da noch zu werken war? Eigentlich gar nichts. Kein Wunder, dass so viele Stühle in der Hepper-Halle leer blieben!

Die Fragen:
Gibt es Alternativen zur Stadtbahn?
Antwort: Das wird im Laufe des nächsten Jahres geklärt.
Gibt es alternative Trassen?
Antwort: “Nein”, sagte Baubürgermeister Cord Soehlke klar. Ein Tunnel sei zu teuer und statisch nicht möglich. Tangenten durch den Schlossbergtunnel oder um den Österberg herum im Osten seien zu lang, würden Umwege bedeuten und wären ebenfalls zu teuer.

Sind Stadtbahn und Busbahnhof unabhängig voneinander?
Antwort: Ja, so Soehlke. Der Busbahnhof funktioniere mit wie ohne Stadtbahn. Wer hat Vorfahrt an engen Stellen wie der Wilhelmstraße? Die Priorität lautet Stadtbahn, Bus, Rad, Fußgänger, Auto, so Soehlke.

Haben Radfahrer in der Karlstraße noch Platz?
Antwort: Es wird mit Stadtbahn enger, auch die Möblierung und die Außentische müssten etwas beschränkt werden, so Soehlke, aber es gehe: “Es ist ein Kompromiss zwischen Rad und Bahn.”

Wie gefährlich ist die Mühlstraße für Radfahrer?
Antwort: Auch hier liegt laut Soehlke ein Kompromiss vor. Doch aufwärts gebe es Platz für Radler mit zwei Geschwindigkeiten wie bisher: auf dem linken Teil des Gehwegs für langsame, zwischen den Schienen auf der Straße für schnelle Radler. Abwärts hätten die Radler zwischen den Schienen 1,40 Meter und rechts daneben 1,30 Meter Platz. Eine Stadtbahn dürfe nicht überholen, wie jetzt schon die Busse. Klar ist für den Baubürgermeister ab auch: “Es kann nur ohne Autos gehen.” Rad-Aktivist Frank Heuser vom VCD hält die Mühlstraße für zumutbar. Laut einer Versicherungsstudie gebe es Stürze durch Schienen vor allem auf Kreuzungen. Die gebe es in der Mühlstraße nicht. Die Gestaltung der neuen Neckarbrücke bringe den Radfahrern deutliche Verbesserungen.

Kann die Haltestelle nicht woanders in der Wilhelmstraße sein? fragte eine Anwohnerin.
Antwort: Soehlke verneinte: “Es gibt keinen anderen Standort für einen Halt Innenstadt Nord.” Dafür würden dort ein Drittel weniger Busse halten.

Diesen Beitrag teilen