Alternativen zur Innenstadtstrecke: Ein Schelm…

17. Dezember 2019
Beim ,Smarter Cities‘-Studium-Generale hat Steffen Braun vom Fraunhofer-Institut sich zur Stadtbahnstrecke geäußert.

Ich möchte einen Aspekt dieser Kritik aufnehmen, einen Aspekt, den man bei Kommunikation und Meinungsbildung nicht vergessen sollte: Wer sagt was?
Herr Braun war wohl schon mal für die Autoindustrie tätig: sind dadurch die Ergebnisse seiner Forschung zur Stadt der Zukunft sofort zweifelhaft? Sind im Umkehrschluss also all die Lobeshymnen auf die Stadtbahn disqualifiziert, die doch so oft von Personen aus dem nächsten Umfeld der Bahnplanung kommen? Welche Position erwarten wir von jemandem, der sich schon Jahrzehnte für das Projekt einsetzt? Nächstes Jahr ist Bürgerbefragung angesagt. Mir fehlt dazu eine gute Diskussion der Alternativen zur Stadtbahnstrecke. Baubürgermeister Cord Soehlke wollte sich darum kümmern, war nun aber nichts. Ein Schelm, wer dahinter andere Prioritäten in der Verwaltung vermutet.

Zur Stadtbahn finde ich zur Zeit meist Meldungen zum guten Fortschritt der aktuellen Planung, nichts davon klingt ergebnisoffen. Beispielsweise ist es ja interessant, welche Zuschüsse eine Stadtstrecke heute bekommen könnte, aber wie hoch mögliche Zuschüsse bei anderen Realisierungen eines modernen Stadtverkehrs wären, wird natürlich nicht beantwortet. Ich fand den Vortrag von Herrn Braun interessant und ich wünsche mir mehr Ideen und Diskussionen zum Thema. Aktive Demokratie und Meinungsbildung brauchen das.

Eberhard Engler, Pfrondorf

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