“Rathaus soll Mitte Oktober wieder nutzbar sein

Die Bauarbeiten im Tübinger Rathaus sollen am 16. Oktober weitgehend beendet sein. Im Frühjahr kommenden Jahres werden noch die Fassade zum Marktplatz und kleinere Teile der Haaggassen-Front gerichtet.

Tübingen.Geschäftsleute in der Haaggasse werden aufatmen. Ihnen dauerte die im Herbst vor drei Jahren begonnene Sanierung des 500 Jahre alten Gebäudes am Markt zu lange. Sie beklagten Geschäftseinbußen. “In der letzten Phase war es relativ kompliziert”, sagte Hochbauamts-Chef Andreas Haas am Montag im Planungsausschuss, der noch in den Stadtwerken tagte. Doch die Handwerker seien auf den “Zieltermin” Mitte Oktober eingestellt.

Damit sind die Bauarbeiten sechs Wochen gegenüber der ursprünglichen Planung im Verzug. Hauptsächlicher Grund dafür war (wie berichtet) der Sandsteinboden. Nachdem sich die Steine von der Baustelle des Max-Planck-Instituts als untauglich erwiesen hatten, musste nach Ersatz gesucht werden. Der fand sich dann in Pliezhausen.

Die Verwaltung wird Ende Oktober umziehen, sagte Baubürgermeister Cord Soehlke. Schon am 22. Oktober soll der Verwaltungsausschuss im Rathaus tagen. Allerdings zunächst im Hofgerichtssaal, der bei der Sanierung des Gebäudes überraschend zum Vorschein kam. Im Sitzungssaal muss zuerst noch die Medientechnik installiert werden. Dort werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, Sitzungen öffentlich über ein Netzwerk übertragen zu können. Nach der Möglichkeit zum sogenannten Streaming hatte der fraktionslose Stadtrat Jürgen Steinhilber gefragt. Die erste Sitzung des Gemeinderats soll dann am 26. Oktober im Ratssaal sein.

Auch vor dem Haupteingang zum Gebäude ist noch etwas zu tun. Handwerker werden ab dem 19. Oktober beginnen, diesen Bereich zu pflastern. Die Fassade Richtung Marktplatz und kleinere Bereiche in der Haaggasse werden nach der aktuellen Planung im März oder April kommenden Jahres restauriert.

Diese Arbeiten sollen rund zehn Wochen dauern, wie Ernst Gumrich (Tübinger Liste) auf Nachfrage erfuhr. Der Planungsausschuss vergab am Montag den Auftrag für knapp 190000 Euro an Restauratoren aus Tübingen. Diese letzten Arbeiten machen nur einen Bruchteil der auf rund 10,15 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten aus.”

So schreibt das Schwäbische Tagblatt am 1. Oktober 2015

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