… und brauchen manchmal einen Parkplatz!

Aber wir dringen im Gemeinderat einfach nicht durch mit unserer Forderung: egal wie hoch oder tief unsere Parkgebühren, wie gut oder schlecht die Anzahl der Parkplätze – unser Tübinger Ruf ist schlecht, und das allein hält die Leute von einer Einkaufsfahrt ab. Also müssen wir etwas tun, um den Ruf loszuwerden. Mit freien Samstagparken im Bereich der alten Kliniken, mit kostenlosen Zeiten, der berühmt-berüchtigten Brötchentaste. Egal was, etwas, was die Leute überzeugt. Die wollen uns, auch mit Auto.
Aber die “faktenbasierten” Realpolitiker rechnen uns vor, wir hätten kein objektives Problem, und wenn wir darüber (mit Forderungen) redeten, machten wir das Problem, die Schwarzmalerei nur größer. Die Meinung der Leute ist für uns ein Problem, das die angeblichen Realitäten nicht beseitigen. Wie sonst ist der Abschwung unseres Handels um 6% gegen den bundesweiten Aufwärtstrend in den Innenstadtumsätzen zu erklären?

Basel macht einen mutigen Schritt in die richtige Richtung
Im Basler Elisabethen-Parking können Autos künftig zwei Stunden lang gratis parkiert werden.

Mit dieser Massnahme will die Regierung den Innenstadtgeschäften entgegenkommen, denen der starke Franken und der Einkaufstourismus zu schaffen machen. Bei diesem Gratis-Parking handle es sich um eine einmalige Marketingaktion, die auf ein halbes Jahr beschränkt sei, teilte die Regierung am Dienstag mit. Autos können im Parkhaus Elisabethen ab 16. November jeweils von Montag bis Samstag zwischen 11 und 18 Uhr während der ersten zwei Stunden kostenlos abgestellt werden.

Der Kanton lanciert die Aktion gemeinsam mit «Positives Basel» und Pro Innerstadt Basel als Vertretung der Innenstadtgeschäfte. Diese hatten zunächst ein zweistündiges Gratis-Parking in sämtlichen öffentlichen Parkhäusern des Kantons verlangt. Der Gewerbeverband stellte ähnliche Forderungen.

Die Regierung versteht die auf das Elisabethen-Parking beschränkte Aktion als «Zeichen der Unterstützung» für die Geschäfte in der Innenstadt. Diese hätten in der Grenzregion Basel mit der Aufhebung des Euromindestkurses zu kämpfen, attestiert ihnen die Exekutive.

Ein halbes Jahr soll die Aktion jedoch nur dann dauern, wenn sich dadurch die Verkehrslage an der Heuwaage nicht verschlechtert und sie auch nicht zu starkem Suchverkehr im Parkhaus führt. Nicht infrage kommt für die Regierung eine generelle Vergünstigung des Parkierens in der Innerstadt. Dies würde ihren langfristigen verkehrspolitischen Zielen widersprechen, hält sie weiter fest.
(amu/sda)

Erstellt: Basler Zeitung, 27.10.2015, 15:47 Uhr

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