Bebenhausen: Vorschläge für die Verkehrsberuhigung

Diskutiert wird später

22. Januar 2020 
In Bebenhausen beschloss der Ortschaftsrat ein Vier-Punkte-Paket zur Verkehrsberuhigung, das jetzt rechtlich geprüft werden soll.

Schon im November kam das Problem Rittweg wieder auf den Tisch: „Wir erwarten, dass der Verkehr durch die Ansiedlungen im Technologiepark bei der Sternwarte noch mehr zunimmt, und dass er durch Bebenhausen führen wird“, so Ortsvorsteher Hansjörg Kurz.

Vier Möglichkeiten zur Verringerung des Verkehrs auf diesem Schleichweg von Tübingen in Richtung Böblingen schlug Kurz vor. Ob sie zulässig sind, muss eine rechtliche Prüfung ergeben.
Vorschlag Nummer eins:
Es könnte eine Ampel auf WHO (Waldhäuser Ost) vor der Waldgrenze nach Bebenhausen angebracht werden. Sie soll den Verkehr maximal eine Minute aufhalten.

Vorschlag Nummer zwei:
eine Einbahnstraße auf dem Rittweg. Die möglichen Varianten: Von oben nach unten, von unten nach oben oder als eine nur zeitweise Einrichtung, vielleicht an Wochenenden.

Vorschlag Nummer drei:
eine Anbindung der L 1208 an den Rittweg, allerdings ohne Ortsdurchfahrt.

Vorschlag Nummer vier:
die Prüfung zur Anbringung von Pollern zur Beschränkung der Ortsdurchfahrt nur für einen bestimmten Personenkreis. In diesem Zusammenhang müssten auch die Folgekosten einer solchen Maßnahme berechnet werden. Dieser Vorschlag stammt von der Bürgerinitiative Bebenhausen.

Alle vier Punkte wurden einstimmig angenommen. Der Antrag geht an die Stadt.

Busse kommen nicht
Dagmar Röhm :…“ Erst am vergangenen Donnerstag habe sie persönlich erlebt, dass zwei Busse einfach nicht erschienen seien zur geplanten Fahrzeit. Hansjörg Kurz wies auf die Vorteile der bestehenden Busanbindungen hin: Es gebe, „zumindest formell“, werktags gute Verbindungen, zumindest im Vergleich zu Herrenberg. Aber sie seien nun mal an die Busse der Bundesbahn angebunden. Dort habe ein Konzessionswechsel stattgefunden, der neue Betreiber „erbringt möglicherweise nicht alle Leistungen wie gewohnt.“ Man könne sich aber auf die Aussagen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer berufen, der davon gesprochen habe, durch gute getaktete Busanbindungen den Verzicht auf das Auto zu erleichtern. Diesen Wunsch könne man nur unterstützen, so Kurz. Aber dann müsse das auch in Randbezirken funktionieren.
Der stündliche Verkehr nach 22 Uhr reiche nicht aus, vor allem brauche man Verbesserungen an den Wochenenden und an Feiertagen. „Man kann von den Stadtwerken ruhig eine halbstündige Anbindung fordern“, meinte der Ortsvorsteher.
Die Struktur der Bahnbusse werde man allerdings nicht ändern können.
Die Ruftaxis sah der Ortschaftsrat als sinnvolle Ergänzung, um Zeitlöcher in der Verbindung zu stopfen. Mit dem Vorschlag einer besseren Taktung will Bebenhausen nun auf die Stadtwerke zugehen.

Schwäbisches Tagblatt vom 23. Januar 2020

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