buehlwand

Lärmschutz und Tempolimit – dafür kämpft Bühl schon seit Jahren

Im April 2016 war der erste Spatenstich: Denn nun kommt sie wirklich, die B28 neu zwischen Rottenburg und Tübingen. Der Bau der Trasse soll 2018 beginnen, 2020 sollen die Fahrzeuge brummen. Die neue Verbindung wird die Durchfahrtsstraßen der kleinen Orte entlasten. Andererseits wird sich der Lautstärkepegel wohl erhöhen.

Der Ortschaftsrat möchte die geplante Lärmschutzwand (im Plan aus dem Schwäbischen Tagblatt, vom 20. 01.17 rot eingezeichnet) nach Westen hin verlängern bis zur geplanten Unterführung der B28 neu beim Schloss. Diese “offene Flanke” von gut 200 Metern solle geschlossen werden, sagte Ortsvorsteher Gerhard Neth in der öffentlichen Sitzung am Mittwoch. Mindestens jedoch müsse die Lärmschutzwand bis zur Unterführung gehen. 2018 will der Rat die Mittel dafür beantragen.

“Die neue Straße wird stark befahren sein und auch der LKW-Verkehr wird zunehmen”, gab Peter Bosch (Bühler Umweltliste) zu bedenken. Um gefährliche Situationen zu verhindern und den Lärm einzugrenzen, solle zusätzlich das Tempo auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt werden, forderte er.

Viel Geld werde für den Naturschutz ausgegeben, aber “der Lärmschutz für die Bühler Bürger ist mindestens ebenso wichtig”, sagte Annerose Langer (Bühler Bürger). Ute Bürger-Junger (Bühler Umweltliste) betonte, mit der Trassierung einhergehend müsse der Rückbau der Landstraße angegangen werden, um den Verkehr im Ort zu beruhigen.

Das Vorhaben ist alt: Die Planfeststellung wurde bereits 1993 eingeleitet und sechs Jahre später rechtskräftig beschlossen. Bis der Bund die Mittel freigab, vergingen noch einmal Jahre. Im April des vergangenen Jahres starteten dann die Bauarbeiten. Die Trasse der B28 neu verläuft vorbei an Kiebingen, Bühl, Kilchberg und Weilheim.

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