Drei Frauen: mit Männer-Plaketten geehrt

Drei engagierte Tübinger Frauen erhielten am 18. Januar 2019 Ehrennadel und Plaketten, die den Geist Uhlands und Hölderlins beschworen

Christa Hagmeyer hat im Jahr 2006 das Projekt „LeiTa – Lernen im Tandem“ ins Leben gerufen. Es bringt ehrenamtliche Lernpatinnen und Lernpaten mit Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten zusammen. Ziel ist es, dass die Paten die Jugendlichen beim Lernen für die Schule unterstützen und ihnen den Start ins Berufsleben erleichtern. Dazu gehört: Einführen ins kulturelle und soziale Leben, in die Angebote der Stadt und das Kennenlernen der Natur. Auch das freie oder zielorientierte Spielen ist eine oft unterschätzte Hilfe beim Lernen und Erwachsenwerden.
Die zunächst fünf gegründeten Tandems sind über die Jahre auf über 400 angewachsen, derzeit gibt es 90 aktive Tandems. Die Lernpaten helfen Schülerinnen und Schülern aus mehr als 30 Nationen. Somit leisten Christa Hagmeyer und die Paten einen wesentlichen Beitrag zur Integration vieler Jugendlicher. Das Projekt erhielt bereits 2009 den Bürgerpreis der Bürgerstiftung Tübingen und erreichte 2013 den 1. Platz in der Kategorie „Jugend fördern“ des landesweiten Ehrenamtspreises „Echt gut!“.

Foto: Schwäbisches Tagblatt

Gabriele Merkle erhielt die Uhland-Plakette und die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Beide Auszeichnungen würdigen ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Belange der Seniorinnen und Senioren in Tübingen. Seit 1999 setzt sich Merkle als Vorstandsmitglied im Stadtseniorenrat und als Vorsitzende der Hirsch-Begegnungsstätte für Ältere dafür ein, älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Sie bietet den Seniorinnen und Senioren ein umfangreiches Programm an Aktivitäten und wirkte aktiv bei der Entwicklung des Stadtseniorenplans im Jahr 2009 und der Sozialkonzeption im Jahr 2013 mit.

 

Beate Dörr ist Mitglied des Bildungszentrums und Archivs zur Frauengeschichte Baden-Württemberg (baf). Der Verein hat sich die Aufarbeitung und Dokumentation von Frauengeschichte zur Aufgabe gemacht und trägt mit Diskussionen, Lesungen und Aktionen zur Auseinandersetzung mit geschlechterpolitischen Themen und Ereignissen bei. Beate Dörr prägt die Entwicklung des Vereins seit 1994 maßgeblich mit und steht stellvertretend für das Engagement und die Leistungen aller Ehrenamtlichen des baf. Mit umfangreichen Recherchen arbeitet sie die Geschichte von Frauen in Tübingen auf und macht sie auf frauengeschichtlichen Stadtrundgängen durch Tübingen für die Allgemeinheit sichtbar und zugänglich.

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