Ein Plädoyer zur Förderung nichtakademischer Berufe seitens des früheren Kreishandwerksmeisters.
Gebhart Höritzer, Tübingen

„Es ist 5 vor 12!

Die ersten Gastronomiebetriebe hören auf oder reduzieren die Öffnungszeiten. Die Wartezeit für Handwerksleistungen nimmt zu, der Pflegenotstand ist in aller Munde. Diese existenziellen Probleme beeinflussen unser gesellschaftliches Leben und die Daseinsvorsorge.

Unseren Kindern soll es einmal besser gehen als uns, und dafür müssen sie studieren. Obwohl ein nicht gerade geringer Teil der jungen Menschen in anderen beruflichen Werdegängen Erfüllung finden könnte. Warum muss man eine weitere Oberstufe ins Bildungssystem integrieren? Warum gibt es keine Wertschätzung mehr von handwerklichen, gewerblichen, pflegerischen und sonstigen nicht akademischen Berufen? Diese Entwicklung führt zu Wartezeiten, höheren Kosten, Qualitätsverlust und zu einer Einschränkung in der Daseinsvorsorge. Zeigen wir, schon frühzeitig in den Schulen, den jungen Menschen und den Eltern die Vielfalt unserer beruflichen Möglichkeiten und machen wir ihnen klar, dass jeder Beruf in seiner Notwendigkeit gleichwertig und wichtig ist. Lösen wir diese Probleme mit Nachdruck, damit wir nicht selbst in Zukunft die Leidtragenden werden, was der Eine oder Andere schon erfahren musste.“

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