Gartenschau 2031? Wir hakten nach

Es war einmal Gemeinderats-Wahlkampf im Mai 2014, da schrieben uns die Wähler ins Buch „Ihr Rat für den Rat“:

  • Wir wollen mehr Grün in der Stadt!
  • Unterstützung für die essbare Stadt!
  • Warum wird das Ökologische und das Gärtnerische immer als Gegensatz gesehen? Dabei bietet Tübingen allerdings keins von beidem. Ich wünsche mir aber eine Synthese aus Bunte Wiese und Gartenschau!

Und wir setzen uns seither ein für mehr Grün, stellten flott einen Antrag mit Vorlage 544/2014, der die Verwaltung beauftragt, sich nach den Voraussetzungen einer Bewerbung für eine Landesgartenschau zu erkundigen und diese Richtlinien dem Gemeinderat vorzustellen.
Tja, und dann?

Im OB-Wahlkampf, ebenfalls im Jahr 2014, allerdings erst im Herbst, versprach der alte und neue Oberbürgermeister Boris Palmer selber eine Gartenschau. Wohl wissend, dass alle Zuschuss-Töpfe bis 2026 ausgeschöpft waren.

Nun endlich, fast drei Jahre später, am 27. März 2017, wurde auf unser hartnäckiges Betreiben hin, das Vorhaben aus der Schublade geholt.
Und wieder heisst es warten. Denn die Bauverwaltung ist überlastet und schafft es nicht, kurzfristig ein Konzept einzureichen. Also: Tübingen wird sich erst in drei Jahren bewerben und damit frühestens 2031 zum Zuge kommen.

Die große Chance einer mit Landes-Zuschüssen finanzierten Gartenschau liegt nicht etwa in bunten Blümchen, sondern in einer deutlichen Verbesserung der gesamten Freiflächen-Struktur, besseren Fußweg-Beziehungen, sanierten Treppen, Zugängen zu Wasserläufen und anderen infrastrukturellen Maßnahmen.

Nun gut, so bringen wir die Geduld auf und plädieren für eine gute Vorbereitung.  Denn mit der Planung müssen wir zugleich so schwierige Fragen lösen wie die Zukunft der Platanenallee. In der derzeitigen starken Belastung des Stadtplanungsamtes und anderer Stellen würden wir uns mit einer „hingehudelten“ Bewerbung einen Bärendienst erweisen. Die Landesgartenschau sollte uns helfen, einen großen Schritt nach vorne zu machen. Nicht nur so ein dekoratives „Blumenampeln in Groß“.

Dass der Wunsch nach einer Gartenschau auch schon anderen Bürgern auf der Seele brannte, fasst Sabine Lohr in ihrem Artikel im Schwäbischen Tagblatt vom 29. März zusammen.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse ein Kommentar