Am Freitag 14.9.2018 wurde die Vorlage ins Sachen Aischbach II an den Gemeinderat versandt. Erst dadurch wurden die Dimension der Flächeninanspruchnahme, die massive Wohnbebauung (3.200 qm) sowie die Dimension der Konflikte mit den Interessen des Tübinger Handwerks bekannt. Seither sind wir im intensiven Austausch mit der Verwaltung, bekamen erst am vergangenen Wochenende erste Namen auf der vertraulichen Warteliste der Handwerksbetriebe. Vorher hatten wir bei der Verwaltung, im Netz und im Umfeld versucht, Klarheit über die Plausibilität der gigantischen Wachstumsprognosen der BFO zu gewinnen. Wie belastbar sind sie? Wie wird sich die starke Vermischung mit Wohnbebauung auf die anderen Gewerbebetriebe dort auswirken, welche Tübinger Handwerkfirmen ziehen den Kürzeren und mit welchen Folgen für sie? Der Baubürgermeister hatte auf unsere Bitte vorsorglich einen Termin mit der Firma BFO für Mitte Oktober vereinbart. Wir zielten auf eine Entscheidung in der Gemeinderatssitzung am 25.10.2018. Drei Wochen erforderliche Zeit, um eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu erarbeiten.

Die starke Vermischung mit Wohnbebauung ist ein Novum, das diskutiert werden muss. Wollen wir das jetzt überall, oder nur hier? Welchen neuen Präjudizen setzen wir damit? Was sind die Lehren aus dem Französischen Viertel? Der „Fall Kares“ mahnt eindringlich zur Sorgfalt..

Großes Tempo, mit uns immer gerne. Zentrale Entscheidungen der Stadt in nur zwei Wochen übers Knie brechen, nicht mit uns!

Ernst Gumrich, 4. Oktober 2018

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