Jetzt ist es raus. Welche Kräfte sind hier im Gemeinderat am Werk und verschachern ein ursprünglich für mehrere mittelständische Handwerksbetriebe geplantes Gewerbegebiet an einen angeblich wachsenden Betrieb aus der “Grünen”-Lieblingsbranche für lächerliche 2,2 Millionen Euro? Aber nicht nur das, nein, da werden auch noch andere Rahmenbedingungen dem Bewerber, der sonst mit Wegzug droht, brav angepasst, zum Beispiel ursprünglich getroffene Bebauungsgrenzen und -höhen mit einem Schlag verdoppelt von 9 auf 18,5 Meter Bauhöhe. Da durften bisherige Handwerksbetriebe maximal eine Werkswohnung mit bauen, das neue Unternehmen BFO aber 3200 Quadratmeter für eigene Mitarbeiterwohnungen vorsehen. Welche Möglichkeiten im angespannten Tübinger Wohnungsmarkt bietet das? (…)

“Die sehr wichtige Verknüpfung zwischen Arbeiten und Wohnen unmittelbar am Firmenstandort wurde in den Gesprächen von der Firma BFO als sehr wichtig herausgestellt” gilt hoffentlich auch für alle anderen Arbeitsplätze in Handwerk, Sozialbereich, in Tübingen. Warum jetzt in aller Eile und ohne vorherige intensive Prüfung so eine Entscheidung im Gemeinderat durchgeboxt werden musste, sollten SPD und Grüne den Tübinger Bürgerinnen und Bürgern auch hinsichtlich der anstehenden Wahlen im nächsten Jahr erklären.

Hoffentlich ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen (WIT) nicht so “grünäugig” und prüft die Empfehlung des Gemeinderats etwas objektiver und intensiver im Sinne aller Tübinger Unternehmen.

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