Die Menschen im Ort halten, ein lebendiger Teilort bleiben, das ist das Anliegen von Ortsvorsteher Martin Lack und den Bürgern in Hagelloch.

Begrüßt wird, dass im Jahr 2018 das Kinderhaus in der Viehtorstraße um eine Gruppe erweitert wird. Immerhin ein Lichtblick. Aber das Personal in der Kinderbetreuung sei chronisch überlastet. “Es ist nicht richtig, dass wir einen besonders schlechten Betreuungsschlüssel haben”, gab Bürgermeisterin Christine Arbogast zu bedenken. Im bundesweiten Vergleich stehe man sogar ganz gut dar. Das Problem sei: “Es hieß immer, die Geburtenzahlen in Deutschland gehen zurück – das stimmt auch; aber eben nicht für Tübingen.” Hinzu kämen weitere demografische Faktoren wie die geburtenstarken Jahrgänge, die nun selbst Kinder bekämen. “Auf lange Sicht wird dieser Anstieg wieder zurückgehen”, so Arbogast. Bei den Planungen für den personellen Bedarf müsse man dies berücksichtigen.
Auch die Hagellocher werden älter und denken über ein Pflegeheim oder eine betreute Wohngruppe, ein ambulanter Pflegedienst oder eine Senioren-WG nach. “Von der ursprünglichen Idee einer selbstverwalteten Pflege-WG sind wir wieder etwas abgerückt”, sagte Ortsvorsteher Martin Lack, “aktuell wünschen wir uns einen Träger für die Einrichtung.”

Angesprochen wurde auch eine Neuordnung der Ortsbildsatzung für Hagelloch durch die Stadt. Was die Auflagen beim Bau angeht haben die Räte den Eindruck, dass Bauherren “Knüppel zwischen die Beine” geworfen würden. Erste Bürgermeisterin Christine Arbogast versprach, dies innerhalb der Stadtverwaltung weiterzureichen: “Jedoch muss man auch sagen, dass das Baurecht nicht von der Stadt erfunden worden ist.”

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