Claudia Braun hat gemeinsam mit städtischen Stellen, dem Stadtseniorenrat und weiteren Beteiligten in einem Arbeitskreis an einem Konzept für die Impfung der älteren Menschen gearbeitet, die zuhause leben. Diese Gruppe der zuhause lebenden und betreuten Menschen ist weit größer als die Anzahl der Hochaltrigen in den Heimen. Für sie war die Hilfe aber noch nicht angerollt. Entsprechend groß waren dort Verunsicherung und Ratlosigkeit. Wir sprachen das Problem am 8. Januar hier an. Seither initierte und arbeitete Claudia ständig in der erwähnten Gruppe an der Lösung. Eben vermeldete eine Presseerklärung der Stadt das erfreuliche Ergebnis:

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Rund 4.500 Tübingerinnen und Tübinger ab 80 Jahren erhalten in diesen Tagen Post von der Stadtverwaltung mit den wichtigsten Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus. „Wir wollen sichergehen, dass alle, die sich jetzt impfen lassen können, gut informiert sind und bei Bedarf Unterstützung in Anspruch nehmen können“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Dafür hat die Universitätsstadt Tübingen zusammen mit der Beratungsstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, dem Stadtseniorenrat und dem Kreisseniorenrat ein Hilfesystem entwickelt, bei dem sogenannte Impfpaten bei allen Fragen rund um die Impfung weiterhelfen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unterstützen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Terminvereinbarung für die Corona-Impfung, fahren sie zur Paul Horn-Arena und begleiten sie bei Bedarf auch im Impfzentrum. Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, kann sich montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter Telefon 07071 49377 beim Stadtseniorenrat melden. „Wir vermitteln die Freiwilligen passgenau und leisten so einen wichtigen Beitrag in dieser für Ältere besonders schwierigen Zeit“, sagt Uwe Liebe-Harkort, Vorsitzender des Stadtseniorenrats.

Die meisten der bisher rund 25 Impfpatinnen und Impfpaten kommen aus den Reihen der Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Tübinger Jusos. „Wir freuen uns, bei dieser wichtigen Aufgabe maßgeblich mitzuwirken“, sagt Konrad Küpfer, zweiter Vorsitzender des DAV. Vor ihrem Einsatz nehmen die Ehrenamtlichen an einer Schulung durch die Beratungsstelle für ältere Menschen und deren Angehörige teil. „So sind die Helferinnen und Helfer bestmöglich vorbereitet für den Umgang mit älteren Senioren, die mitunter besondere Sorgen und Ängste haben“, sagt Claudia Braun von der Beratungsstelle für ältere Menschen.

Die Vermittlung der Impfpaten beginnt am Montag, 1. Februar. Das Angebot gilt nur für Personen aus Tübingen und den Stadtteilen, die mindestens 80 Jahre alt sind und keine Angehörigen oder Menschen aus dem Freundeskreis haben, die sie unterstützen könnten. Wer sich impfen lassen möchte, sollte kurze Wege eigenständig zu Fuß meistern können. Menschen mit hohem Pflegebedarf sollen zu einem späteren Zeitpunkt vom Hausarzt geimpft werden. Wer nicht in Tübingen wohnt und Unterstützung rund ums Impfen braucht, kann sich an den Kreisseniorenrat wenden.