Im Biergarten des Casino trafen sich kommunalpolitisch Interessierte mit den Gemeinderäten und Mitgliedern der Tübinger Liste am 22. Juli 2015, 20:00 h.
Ulf Siebert, Claudia Braun, Christian Wittlinger, Klaus Dieter Hanagarth und Reinhard von Brunn hielten Rückschau auf die erste Sitzungsperiode im Rathaus. Ernst Gumrich hatte sich die Achilles-Sehne abgerissen und lag frisch operiert im Krankenhaus. Tapfer grüßte er die rund 20 Versammelten per Telefon.
Die Zwischenbilanz des Vereinsvorsitzenden von Brunn: Die Tübinger Liste konsolidiert sich, gewinnt an Erfahrung, Profil und Gewicht.

Was meinte er damit? Die Fraktion der Tübinger Liste recherchiert, sondiert, diskutiert im Vorfeld von Anträgen und Entscheidungen, ringt um eigene Positionen. Sie geht offen auf alle anderen Fraktionen zu, ergreift die Initiative, gibt Impulse. Aber sie lässt auch zuweilen den Konkurrenten den Vortritt, Hauptsache, das Ergebnis stimmt! So dankten zum Beispiel alle Vertreter aller anderen Fraktionen für den von Gumrich angeregten gemeinsamen Workshop zur Gestaltung des Rathaus-Foyers: “So könnten wir das immer machen. Das spart Zeit.”
Nachteil dieser Arbeitsweise: Spektakulär wird die Tübinger Liste dadurch nicht ins Rampenlicht gehoben, aber langfristig ist die Strategie sicherlich gut.

  • Hier einige Beispiele für das, was unsere Fraktion vorangebracht hat:
  • Der erwähnte interfraktionelle Workshop zum Rathaus-Foyer
  • Entkrampfung der Beziehungen zur Universität
  • Positionierung zum Parkhaus Augenklinik
  • Kritische Profilierung zum Stadtbahn-Thema, Tendenz ablehnend
  • Die Nutzung des Haering-Hauses als Hospiz
  • Einfordern besserer Vorlagen der Verwaltung, präziserer Zahlen

Es gab auch Team-orientierte Ereignisse: ein gemeinsames Abendessen im Bellevue, lustiges Brezelbacken in der Bäckerei Gehr, die Teilnahme am Spendenlauf für Kinder, nach wie vor interessante Tübinger Themen-Abende, gemeinsam geschliffene Mittwochsspalten im Tagblatt, Fraktionssitzungen mit Ortsbeiräten und die gewissenhafte Bearbeitung einer Flut von Bürger-Eingaben, Gesprächs- und Terminwünschen.

Reinhard von Brunn fragte nach, welche Ansichten das Publikum zu den aktuellen Problemen habe. Eine Auswahl: TüBus umsonst; Konzertsaal ob, wo und wann; Umzug des Natursteinparks Rongen; die Sanierung der Neckargasse; die Gestaltung des Nymphenplatzes; die Nutzung der Kunsthalle für regionale Künstler und die Autofreiheit der Altstadt…

Interessante Anregungen kamen von Rose Bienia, Klaus Schiffler und Ulrike Heitkamp warfen in die Debatte, man möge nicht versäumen, kritisch nachzufragen, warum für Rongen so unbürokratisch am Flächennutzungsplan vorbei eine Gewerbefläche bei Hornbach ins Spiel gebracht wurde, ob der von der Stadtplanung versprochene Tunnel vom Güterbahnhof zur Brückenstraße budgetiert sei, wie die Saiben-Bebauung “ausgemostet” werde.

Ulf Siebert betonte, erst seit etwa vier Monaten finde ein Spezialisierungsprozess innerhalb der Fraktion statt, und die mediale Präsenz lasse sich nicht erzwingen, sondern stelle sich mit der Zeit und durch beharrliche Arbeit irgendwann von selbst ein.

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