Kommunalwahl: wie geht’s?

Die Wählerinnen und Wähler haben bei der Wahl grundsätzlich zwei Möglichkeiten. 

  • Sie geben einen Stimmzettel unverändert ab. Damit erhält jeder Bewerber auf dem Stimmzettel jeweils eine Stimme. Sie brauchen den Stift gar nicht in die Hand zu nehmen. Das ist das Bequemste.
  • Sie können aber auch einen Stimmzettel verändern oder »à la carte« aus den verschiedenen Wahlvorschlägen einen eigenen Stimmzettel zusammenstellen.

Sie können einem Bewerber bis zu drei Stimmen geben.
Und: Sie können Bewerber aus anderen Wahlvorschlägen übernehmen.

Stimmzettel

In Tübingen gibt es 40 Sitze im Gemeinderat, also auch 40 Stimmen, die Sie vergeben können.
Im diesem Beispiel-Stimmzettel sind es nur 6 Stimmen, um es einfacher darzustellen. Die Kandidaten Birkle, Schulze und Sarikakis erhalten keine Stimme, Maier bekommt 3 Stimmen, jeweils 1 Stimme bekommen Müller, Stierle und Schwarz, der auf dieser Liste gar nicht kandidiert hat.

Kumulieren (Häufeln) bezeichnet also die Abgabe mehrerer Stimmen (bei der Kommunalwahl in Baden-Württemberg: maximal 3 Stimmen) für einen Kandidaten. Im Beispiel oben ist es Herr Maier, der drei Stimmen bekommt.

Die Möglichkeit des Panaschierens (Mischen) bedeutet nichts anderes, als dass sich der Wahlberechtigte aus allen Wahlvorschlägen die Kandidaten heraussuchen kann, die er kennt oder die er für geeignet hält. Dadurch ist es im Beispiel möglich, dass der CDU-Bewerber Oliver Schwarz auf die SPD-Liste übernommen werden kann und umgekehrt.
Auch für die panaschierten Kandidaten gilt natürlich die Möglichkeit des Kumulierens. 

Will sich der Wähler der Mühe des Panaschierens auf einen Wahlvorschlag nicht unterziehen, so kann er mehrere gekennzeichnete Wahlvorschläge als Stimmzettel abgeben.

Die Grundsätze des Kumulierens und Panaschierens gelten auch für die Wahl des Kreistages.

Aufgepasst: Wer sich verzählt, stimmt ungültig ab!

Einfach Liste unkommentiert abgeben – ganz einfach!

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