Kunstrasen: Schädlich oder notwendig?

28.November 2018

Rottenburg gibt Millionen für Kunststoff aus

(- und Tübingen???)

„Sporthallenbau verschleppt: Das Thema Kunstrasen und Mikroplastik beschäftigte in Rottenburg den Sozialausschuss und den Betriebsausschuss Stadtentwässerung ….

Mehrere Fraktionen kritisierten im Sozialausschuss die Kunstrasenpläne der Stadt auf Sportplätzen heftig. CDU-Stadtrat Norbert Vollmer trommelt für das städtische Konzept. Noch 2019 sollen „Kleinsportplätze“ mit Kunstrasen belegt werden. 2020 soll der Pfaffenberg (für Wurmlingen, Oberndorf, Hailfingen, Seebronn) umgewandelt werden, 2022 dann der Eichenberg. Im Haushalt der Stadt sind dafür bis 2022 über 2 Millionen Euro veranschlagt.

Im Sommer stellte das Fraunhofer-Institut eine Studie über gefährliches Mikroplastik vor. Es verschmutzt unsere Weltmeere und gelangt über Fische in unsere Nahrung. Hausgemacht ist Mikroplastik durch Reifenabrieb von Autos, aber auch durch Kunstrasenplätze: 8000 Tonnen jährlich gelangen in Deutschland durch Verwehungen in die Umwelt, 20-mal so viel wie bei Wachs- und Pflegemittel.

Die Entsorgung: Während Naturrasen bei guter Pflege unbegrenzt haltbar ist, muss Kunstrasen alle 10 bis 12 Jahre komplett ausgewechselt werden, pro Platz 1 Million Euro. Bei seiner Verbrennung entsteht gefährliches Kohlendioxid. In Wurmlingen haben Sportverein und Ortschaftsrat die Stadt deshalb um die Sanierung ihres Rasenplatzes gebeten.

Vollmer verharmlost die Gesundheitsgefährdung, man solle „höherwertige“ Kunststoffe nehmen. Dagegen hat Klaus Maier (TV Rottenburg) das Kernproblem klar benannt, den „eklatanten Mangel“ an (winterfesten) Sporthallen, deren Neubau (wie auf dem Kreuzerfeld) die Stadt seit Jahren verschleppt. Hier muss investiert und die Umwelt geschont werden.“

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