Zwei Jahre lang schon wird an dem Grundstück der alten Mühle zwischen Ammer und Stuttgarter Straße herum geplant, diskutiert und remonstriert. Nun sollen vier Blöcke gebaut werden, weniger hoch und dicht als ursprünglich angedacht. Aber die Anwohner fürchten, dass eine wichtige Überflutungsfläche damit verloren geht. Hier eine kritische Stellungnahme:

“Nur noch Tarnung?
Lustnau soll einen urbanen Stadteingang bekommen – Anwohner befürchten mehr Wasser. (12. März)

HWHausLudwig

So sah es in der Lustnauer Alberstraße beim Hochwasser 1986 aus. Das möchten die Anwohner nicht noch einmal erleben. Siehe auch: www.youtube.com/watch?v=2KzwM27xOOI

Wahrlich wir leben in finsteren Zeiten:

Ein Stadtplaner, der im ersten Bebauungsplan eine Hochwasser-Lösung einträgt, die es gar nicht gibt. Er wird nicht zur Rechenschaft gezogen, geschweige denn, dass er sich entschuldigt.

Ein Ortsbeirat, der jüngst nach Klausursitzung mit Herrn Soehlke so nervös ist, dass er uns, weil wir die Lustnauer auf eine OBR-Sitzung aufmerksam machen, als Blitzableiter benutzt.

Vertreter der Tübinger Liste, die “Mitleid” mit dem Investor haben, völlig naiv, dass sie hier dem Lobbyisten die Tür öffnen. Dem Investor sei “eine andere Bebauung “nicht zumutbar”? Wo haben Lobbyisten (Eigentümer, Investor) eigentlich nicht “jammernd” angeklopft?

Eine SPDlerin, die den HW-geplagten Bürgern sagt, man könne “nicht gegen jede Bebauung an jeder Stelle sein”, als ob man ein HW-Argument so pauschal vom Tisch fegen kann.

Ein Baubürgermeister, der Herrn Kühn, der die Besorgnis der Bürger ernst nimmt, antwortet: “Wenn man so argumentiert wie Sie, dann wären sämtliche Tallagen in Tübingen nicht mehr bebaubar.” (Er überließ das HW-Gutachten folglich dem Investor.)

Als wollte er die besorgten Lustnauer Bürger zu Bösewichtern stempeln, die etwas so Zentrales wie Massivstverdichtung (Ursache der HW-Blockade) sabotieren. Dominiert hier nur noch ein neoliberales Trio aus Verwaltung, Eigner und Investor? Ist Grün nur noch Tarnung?

Kommunalpolitisch “stark verschnupft, im Auftrag der Initiative Lustnau-Tal

Rose Bienia, Tübingen”

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