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Die Stadtverwaltung hat nach Jahren der Bürgerbeteiligungsarbeit mehrere Vorschläge zur Umgestaltung des zentralen Omnibusbahnhofs und des Stadteingangs am Bahnhof vorgelegt. Der Europaplatz soll das südliche Stadtzentrum Tübingens funktional und ästhetisch verbessern. Die Idee, den Platz gewinnbringend mit Kaufhäusern zu bebauen, verträgt sich schlecht mit der Fülle der Busse, die sich schon heute in kurzem Takt an den Steigen drängen. Zwar läuft der Trend zum Fernbus umweltbezogen in die falsche Richtung, aber er ist ein Faktum, vor dem nicht einmal mehr die Bahn die Augen verschließen kann.

Wir geben deshalb zu bedenken, dass der für den Reisenden preiswerte Fernbus-Verkehr zunimmt und die Umsteige-Aktivitäten zwischen Bahn, Fernbus und Stadtbussen ebenso. Das heisst: Wir brauchen einen zentralen Bahnhof und Busbahnhof der kurzen Wege! Alles, was ankommt und abfahren will, sollte unbedingt auf der Nordseite des Bahnhofs bleiben. Denn auf der Nordseite des Neckars leben mehr Menschen als auf der Südseite, und die Blaue Brücke könnte zum Nadelöhr werden. Oder die Reisenden müssen lange Strecken unter den Bahnsteigen hindurch zu Fuß zurück legen.

Für Fahrräder müssen ausreichend Parkplätze in ansehnlichen Gebäuden eingerichtet werden. Beispiele gibt es in Holland zu Hauf. Siehe etwa das Fahrrad-Parkhaus in Amsterdam.
Amsterdam_Fahrradparkhaus_Hauptbahnhof

Natürlich wollen wir alle den individuellen Autoverkehr und die damit verbundenen Parkplätze minimieren. Aber eine Haltemöglichkeit zum Ein- und Ausladen muss in Bahnhofsnähe barrierefrei möglich sein.
Wenn ein Teil des Platzes mit Geschäftshäusern überbaut werden sollte, dann gehörend ausreichend große Tiefgaragen darunter. Sonst ist das Gejammer über fehlende Parkplätze wieder groß. Hier dürfen ja gerne auch Teil-Autos und Elektro-Mobile parken!

Machen Sie sich selbst ein Bild: Vorschlag 2 zur Umgestaltung des Europaplatzes

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