Ernst Gumrich, Stadtrat der Tübinger Liste, schwärmte im Schwäbischen Tagblatt vom 19. Oktober  2016 über das Radfahrer-freundliche Kopenhagen. Offenbar ein Thema, das zu Kommentaren herausfordert. Hier zwei Leserbriefe vom 20. Oktober:

Es ist falsch, bei der Problemlösung immer nur die Verkehrsführung der motorisierten oder rollenden Menschen im Auge zu haben. In Kopenhagen sind viele Straßen so angelegt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer auf dem ihnen zugestandenen Raum sicher fühlen können.

Tübingen ist nun aber nicht Kopenhagen: 1. wegen der örtlichen Bedingungen, 2. wegen der aberwitzigen Beschilderung, nach der Fußgänger gezwungen sind, sich ihre Rechte auf dem Bürgersteig zu erstreiten oder beiseite zu springen und 3. wegen der fehlenden oder unwirksam durchgeführten Sanktionen.

Deswegen formuliere ich den Aufruf von Herrn Gumrich anders: Nicht allein mehr Radwege lösen das Problem. Lasst uns (.) die Straßen so gestalten, dass auch den den Fußgängern – den umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmern – zu ihrem Recht verholfen wird.”

Luise Rudnick, Tübingen

“Miteinander und ohne Dogmatik

Herr Gumrich spricht uns mit seiner Mittwochsspalte aus vollem Herzen! Vielen Dank für die sehr anschaulichen, leicht verständlichen und konkreten Ausführungen.

Fünf Lehren zeigen auf, dass auch das Radfahren in Tübingen (ohne ständige Belehrungen der Dogmatiker) als gute Alternative der Mobilität in einem Miteinander aller Verkehrsteilnehmer gestaltet werden kann. Mit Sicherheit fahren auf diesen deutlich sicherer gestalteten Radwegen mit klaren Regeln noch viel mehr Radler. Und wer erkennt, dass die Regeln einen Sinn machen, der wird diese dann auch einhalten oder aber er muss daran “erinnert” werden. Und es darf ein jeder Bürger selbstverantwortlich entscheiden, wann er welches Verkehrsmittel für seine Wege nutzt.”

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