Hier aktuell: Ergebnis der Begehung mit Vertretern der Menschen mit Behinderung und Tiefbauamtsleiter Füger. Ein typisches Beispiel für den engagierte Einsatz der Tübinger Liste: keine Entscheidungen vom grünen Tisch aus. Nein, Graswurzel-Arbeit ist angesagt. Oder, in diesem Fall: Pflasterstein-Gutachten…

Protokoll vom 28. April 2016

 

Weshalb dauert die Sanierung der Neckargasse zwei Jahre?

Frau Lohr vom Tagblatt hat die Antwort:
Weil Tübinger Liste Gemeinderat “Tempo-Siebert”, wie Sie ihn belustigt witzelnd nennt, unbotmäßig aufs Tempo drückt und gleichzeitig Tübinger Liste Gemeinderat Gumrich mit unsinnigen Forderungen nach Barrierefreiheit, einem für Behinderte und alte Menschen geeignetem Belag alles verzögert und ausbremst.

Das ist 4 x Unsinn

Das ist Unsinn.
Ein Gespräch von Frau Lohr mit den Behindertenverbänden würde ihr offenlegen, dass sie auch hier wieder nur vertröstet und mit angeblichen Notwendigkeiten und “ästhetischen” Argumenten abgespeist wurden. Dass Tübingen sich mit dem Barcelona Protokoll brüstet aber z.B. selbst in der neuen Friedrichstraße keine ordentliche Kennung für Sehbehinderte einbaut, weil das ästhetisch störend wäre!

Das ist Unsinn,
denn die Pflasterarbeiten finden eh´ erst -wenn überhaupt- Ende des Jahres und dann nur in einem kleinen Teil der Neckargasse statt. Der Rest kann -laut Herrn Füger- frühestens 2017 beginnen und fertig werden. Für die Ausschreibung kommt es jetzt auf eine Woche nicht an! Das Pflaster wird dann die nächsten 20 Jahre den Weg der Menschen den Berg hinauf und hinunter und in die Läden hinein (oder eben wie heute, leider nicht) bestimmen.

Das ist Unsinn:
Das Anarbeiten des Pflasters und barrierefreie Eingänge sind möglich. Gelegentlich braucht man die Mithilfe der Hausbesitzer. Die in der Vorlage zur Abschreckung aufgenommene Zeichnung ist für Architekten und Stadtplaner ein Witz. So würde das eben gerade nicht aussehen. Das sollte für unser Verständnis nur die Gemeinderäte dazu bringen, die Klappe zu halten.

Das ist Unsinn,
denn der geforderte Vororttermin, der angeblich alles um Wochen und Monate verzögert und an dem die Betroffenen -welche Überraschung!!- gerne teilnehmen, weil sie endlich Gehör im Gemeinderat finden, ist schon für HEUTE angesetzt, nur drei Tage nach der Ausschusssitzung und lange genug vor der nächsten Gemeinderatssitzung, die dann alles beschließen soll.

Frau Lohr, bitte recherchieren Sie richtig. Die Zeitabläufe wurden in der Sitzung alle korrekt angesprochen, oder sie hätten Sie durch ein oder zwei Telefonate herausfinden können. Sie haben sie komplett verdreht. Ihnen war aber wohl die Story wichtiger: Die außer Rand und Band geratene Tübinger Liste, die den Frieden gestört hat.

Ernst Gumrich, Fraktionsvorsitzender der Tübinger Liste

NeckgBarrfrei

Diesen Beitrag teilen