13. August 2014

““Claudia Braun – Tübinger Liste
Sie habe “Gôgen-Gene” und sei deshalb für die Arbeit, die als Stadträtin auf sie zukomme, ziemlich gut gewappnet, sagt Claudia Braun von sich. 1961 wurde sie in Tübingen geboren – und blieb, abgesehen von einem Semester in Bonn, ihr Leben lang hier. Aufgewachsen ist sie im Geschäftshaushalt des Vaters, der am Markt ein Sporthaus betrieb. Nach Silcherschule und Wildermuth-Gymnasium studierte Claudia Braun Geografie und Geologie sowie Psychologie. Während des Studiums starb ihr Vater und ihre Mutter erkrankte an Demenz. 18 Jahre lang, bis zu ihrem Tod 2011, pflegten die beiden Töchter sie. Claudia Braun fand dadurch zu ihrem Beruf: Sie arbeitet seit 1999 in der Beratungsstelle für Ältere, seit 2002 leitet sie diese. An der Altenpflegeschule Tübingen ist sie Honorardozentin, zudem gibt sie Fortbildungen.

Wegen der Pflege ihrer Mutter wollte Braun sich kommunalpolitisch nicht groß engagieren, obwohl sie sich für die Themen der Lokalpolitik “schon immer sehr interessiert” habe. Parteipolitik indes ist nicht ihr Ding. In der neu gegründeten Tübinger Liste habe sie sich deshalb “schnell daheim gefühlt”.

Im Gemeinderat will sie sich vor allem für die Weiterentwicklung lebendiger, gut funktionierender Quartiere engagieren. Was für sie ein funktionierendes Miteinander von Jung und Alt bedeutet. Zudem will sie eine “gesunde Vorsicht” bei der Nachverdichtung walten lassen. “Die ist an ihre Grenze gestoßen”, findet sie. Wenn weiterhin Grünflächen in der Stadt zugebaut würden – wie etwa in der Gartenstraße geschehen – verliere Tübingen seine Einzigartigkeit. “Das muss man im Auge behalten.” Und sie will sich für die Förderung von Vereinen einsetzen, die das “soziale und kulturelle Leben in dieser Stadt prägen und bereichern”.““ slo

Quelle:
Schwäbisches Tagblatt – Tübingen
Ausgabe : Nr.185
Datum : Mittwoch, den 13. August 2014
Seite : Nr.22

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