HoeritzerGebhart Kopie

Neu im Gemeinderat, das stimmt schon. Aber sonst ist Gebhart Höritzer absolut kein Unbekannter in Tübingen, obwohl er ein Mann der leisen (aber treffsicheren!) Töne ist.

Am 5. November stellt ihn das Schwäbische Tagblatt so vor:

“Die ersten Sitzungen hat Gebhart Höritzer hinter sich. “Es ist viel mehr Arbeit als im Kreistag”, hat der Neuling im Tübinger Gemeinderat festgestellt, der dem Kreisgremium seit 2007 angehört. Doch ein Stöhnen würde dem gebürtigen Österreicher nie über die Lippen kommen. “Es macht Spaß”, sagt Höritzer. Ihm gefällt, Sorgen und Ideen von Menschen aufzunehmen und eigene Vorschläge einzuspeisen: “Man kann etwas voranbringen.”

Wichtig ist dem ehemaligen Kreishandwerksmeister vor allem die Wirtschaft; nicht als Selbstzweck, sondern um der Menschen willen. “Alles, was wir ausgeben, muss erwirtschaftet sein”, weiß der Mitinhaber der Firma Peetz Bedachungen. Ob Hilfe für Flüchtlinge, Stellen in der Stadtverwaltung oder Zuschüsse an Vereine und Initiativen – alles setzt gute Steuereinnahmen voraus. Im Gemeinderat will Höritzer auf finanzielle Nachhaltigkeit achten und fragen: “Können wir uns auch in Zukunft eine immer größere Verwaltung leisten?” Auch wenn es für jede einzelne Stelle gute Gründe gebe.

Mit der Wirtschaft eng vernetzt ist Höritzers zweites Anliegen: die nachwachsende Generation. Das Thema hat für ihn viele Facetten. So müsse die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden, “damit so viele Eltern wie möglich arbeiten können”. Auch die Schulen liegen dem 62-Jährigen am Herzen. Wie schon als Chef-Handwerker wirbt er für “individuelle Wege”. Jedes Kind und jeder Jugendliche solle nach seinen Begabungen gefördert werden. Das bedeutet für ihn ein Ja zur Vielfalt der Schullandschaft, besonders zur Gemeinschaftsschule. Eine gymnasiale Oberstufe für diese sieht er allerdings skeptisch. Nicht jeder müsse studieren. Die Gesellschaft brauche hochqualifizierte Fachkräfte auch im Handwerk und in den Dienstleistungen.

In der neuen Tübinger Liste fühlt sich Höritzer wohl. Aktiv ist er im Planungsauschuss und in den Aufsichtsräten der GWG und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. sg “

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