Nicht ihr Geld
Der Umgang des Tübinger Gemeinderats mit der Regionalstadtbahn stößt auf Kritik.
300000 Euro für das Sammeln von Argumenten zum Für und Wider der Stadtbahn hätte ich für mehr als
genug gehalten. Aber nun bewilligt die Mehrheit der Stadträte – offenbar mit Ausnahme der Tübinger Liste
und der Linken – “aus-der-la-mäng” und mir-nix-Dir-nix plus eine Million für eine europaweite
ingenieurtechnische Ausschreibung. Ist ja nicht ihr Geld, bloß das der Tübinger Bürger. Dabei kenne
zumindest ich aus meinem Umfeld niemand, der die Stadtbahn überhaupt will, weil
– ein Bus-System immer flexibler ist als eine Stadtbahn.
– Elektrobusse bis zur Einführung der Stadtbahn wohl nur wenig mehr kosten werden wie heutige
konventionelle Busse.
– selbst bei E-Bus-Preisen von heute diese locker mit den Investitionskosten für eine Stadtbahn bezahlt
werden könnten, inkl. Fahrpreisermäßigungen für Bürger, die das brauchen.
– wir sicher nicht bis an unser Lebensende in über Tübingen verteilten Stadtbahn-Baustellen leben wollen.
Wahrscheinlich aber ist alles nur ein “cleverer” Schachzug der Stadtbahn-Fraktionen à la “Stuttgart 21”, um
einen Bürgerentscheid gleich im Ansatz abzuwürgen: “Wo wir doch schon so viel Geld ausgegeben haben,
da können wir doch nicht, da wäre dieses Geld doch glatt rausgeschmissen, da müssen wir jetzt einfach
durch.” Oh Herr, schmeiß Hirn ra, aber bitte schnell und bitte viel.
Werner Zorn, Tübingen

So stand es am 11. Juno 2015 im Tagblatt zu lesen: Nicht ihr Geld

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