OB in Facebook: Wie lange will der Gemeinderat das noch hinnehmen?

Mammutprojekt

Die Tübinger Liste beantragt eine schnelle Verbindung durch den Schlossbergtunnel zur Entlastung der Altstadt. Der Tübinger Oberbürgermeister spricht sich gegen Veränderungen am Liniennetz aus („Palmer: Ein Direktbus ,macht einfach Null Sinn'“, 3. und 5. April).OB Palmer verlautbart: „Wir haben kein Problem mit der Kapazität der Busse zur Morgenstelle. Die Linie X15 kann bei Bedarf weiter verstärkt werden.“ Warum dann die aufwendige Planung der Stadtbahn auf die Morgenstelle und später weiter zum Tech-Park? Wo ist denn der wirtschaftliche Vorteil dieses Mammutprojekts?

Die Stadtbahn brächte auch keine Reduzierung des Durchgangsverkehrs im Tübinger Norden und Bebenhausen, wie es Baubürgermeister Soehlke am 27. März bei einem Vortrag im Museum über das Wachstum Tübingens richtig feststellte: „Die Regionalstadtbahn wird keinen Verkehrsteilnehmer aus Pforzheim, Leonberg, Stuttgart-Süd und West, Sindelfingen und Böblingen zum Umstieg vom Auto auf die Bahn veranlassen“, denn auf dieser Route wird es keine Bahnlinie geben. Dieses Gebiet wird wohl zu einem der Haupteinzugsbereiche von Tübingen, wenn viele ihren Arbeitsplatz in diesem Gebiet wegen des E-Motors in der Automobilbranche verlieren.

Auch kommen wegen des Baus einer Stadtbahn auf die Morgenstelle nicht mehr Bürger aus dem Umland zum Einkaufen in die Altstadt, so im Leserbrief von Johannes Rothmund (28. März): Sie würden vorher aussteigen!

Anke Brucklacher, Tübingen Bebenhausen

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Einsicht?


Ist OB Palmer zur Einsicht gekommen? „Wir haben kein Problem mit der Kapazität der Busse zur Morgenstelle“. Wozu brauchen wir dann noch eine Straßenbahn, Verzeihung: Innenstadtstrecke der Stadtbahn, wenn der neue Busbahnhof fertig ist und ein schnelles, bequemes und barrierefreies Umsteigen aus den auf Gleis 1 und 2 in dichtem Takt einfahrenden Regionalbahnen erlaubt?

Klaus Dieter Hanagarth, Tübingen

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Schlag ins Gesicht

Was für ein unerträglicher Umgang eines hervorragend besoldeten Oberbürgermeisters mit einem gewählten Stadtrat, der sich ehrenamtlich für die Stadt und für uns Bürger/innen engagiert (egal, ob wir seine Meinung nun teilen oder nicht)!
Und was für ein Schlag ins Gesicht aller Eltern und Erzieher/innen, die sich um einen respekt- und verantwortungsvollen Umgang junger Menschen mit den sozialen Medien einsetzen!
Wie lange will der Gemeinderat das noch hinnehmen?

Barbara Kley, Tübingen

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Verunglimpfungen
Der politische Diskurs auf Facebook folgt seinen eigenen Regeln. Da die TAGBLATT-Redaktion diesen Diskurs ins Printmedium gehoben hat (siehe 5. April 2019), möchten wir auf diesem Weg klarstellen: Der Vorschlag, einen Direktbus von der Südseite des Hauptbahnhofs über den Hagellocher Weg zu den Kliniken einzurichten, war nicht „mal wieder eine Idee von Herrn Gumrich“ (Zitat Boris Palmer), sondern ein offizieller Antrag der Fraktion Tübinger Liste. Wir legen Wert darauf, dass er mit der gebotenen Sorgfalt von der Verwaltung geprüft wird, und verwahren uns gegen Verunglimpfungen.

Claudia Braun, Ute Mihr, Gebhart Höritzer, Christian Wittlinger,
Tübinger Liste-Stadtratsfraktion

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