24. Oktober 2018

Pro Oberleitung und Bus

(…) Es stellt sich mir die Frage, warum das enge und für Schienenverkehr wenig geeignete Tübingen eine Stadtbahn benötigt? Eine weitaus kostengünstigere, deutlich weniger bauliche Maßnahmen fordernde Lösung wären Oberleitungsbusse. Auch hier gibt es Doppelgelenkbusse mit bis zu 200Personen Kapazität. Sie kommen (…) sehr nahe an die Stadtbahn heran. Solche Busse finden bereits (…) Anwendung (…) zum Beispiel in Aachen und Zürich. (…)

Welche Vorteile hätten solche Busse? Es wären deutlich weniger Baumaßnahmen erforderlich. Es müsste partiell zwar eine Oberleitung gebaut werden, aber eine neue Neckarbrücke, eine zusätzliche Brücke zur Schnarrenbergstraße könnten entfallen. Generelle Vorteile des Busverkehrs im Vergleich zu einer Stadtbahn sind die durch die enge Kurvenführung bedingte Geräuschbelästigung durch das Quietschen der Bahn beim Abbremsen und das lautere Rattern der Stahlräder (…). Auch sollte das erhöhte Unfallrisiko der Schienen, besonders für Radfahrer, nicht außer Acht gelassen werden! Da es inzwischen Oberleitungsbusse mit Batterien gibt, müsste eine Oberleitung nur an bestimmten Stellen des Netzes zur Aufladung gebaut werden, um einen Dauerbetrieb zu gewährleisten.

Die technologische Entwicklung wird es bald möglich machen, dass Gelenkbusse mit Wasserstoffantrieb eingesetzt werden können (…) und die Elektrobusse mit ihren Batterien ersetzen. Diese Busse benötigen dann nicht mal mehr Oberleitungen, die dann leicht wieder rückgebaut werden könnten. Feldversuche (…) laufen in mehreren Städten. (…) Tübingen braucht nicht das “Prestigeprojekt Stadtbahn” unseres grünen Oberbürgermeisters! (…)

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