Ich bin selbst Bewohner der Weststadt und fahre jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten durch die Weststadt in verschiedenen Richtungen. Ich kann von meiner subjektiven Wahrnehmung nicht feststellen, dass die Belastung des Verkehrs in der Weststadt durch die Kliniken auf dem Berg überdurchschnittlich zugenommen hat.
Tübingen hat vor über zehn Jahre entschieden, dass die Ansiedelung der Kliniken auf dem Berg vonstatten gehen soll. Und dabei musste Menschen mit Weitblick damals schon klar gewesen sein, wie sich diese Situation entwickeln wird. Nur wer diese Entscheidung sehr blauäugig beurteilt, kann glauben, dass sich dadurch keine Änderungen für ganz Tübingen ergeben würden.

Durch die Weststadt gibt es unterschiedliche Verkehrsströme, Durchgangsverkehr und Zielverkehr (einschließlich zu den Kliniken), wobei sich die Verkehrsströme durch die Weststadt nicht wesentlich verschieben werden, wenn ein Parkhaus auf dem Berg gebaut wird. Die Verkehrsbelastungen würde sich ähnlich darstellen, wenn ein Parkhaus am Rande des Berges angesiedelt werden würde.

Parkhäuser oder Parkplätze außerhalb der Weststadt würden ganz sicher nicht entsprechend angenommen werden und hätten ganz sicher keinen Erfolg, so dass sich am Verkehrsaufkommen in der Weststadt nichts Gravierendes ändern würde. Das Gleiche gilt auch für Lustnau. Jeder ist froh über die Nähe der exzellenten medizinischen Betreuung in unmittelbarer Nähe, ganz besonders, wenn sie für einen selbst oder für Familienangehörige erforderlich wird. Des Weiteren ist es den Patienten und dem Personal nicht zuzumuten auf Umwegen oder mit Zeitverzögerungen ihr Ziel zu erreichen. Wir sollten uns, wenn wir Änderungen fordern, kritisch fragen, ob wir selbst nicht auch den unbeschwerlicheren Weg vorziehen würden.

Gebhart Höritzer

Diesen Beitrag teilen