Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg!

Das soziale Leben in Tübingen funktioniert gut, dank einer Vielzahl von Einrichtungen und engagierter Bürgerinnen und Bürger. Dennoch gibt es Herausforderungen wie den demografischen Wandel und den Zuzug von Geflüchteten, die es notwendig machen, Pläne zu ändern. So wurde nach einem Prozess mit umfangreicher Beteiligung 2015 die Sozialkonzeption verabschiedet. Neu dabei ist der räumliche Bezug, d.h. es wird für jeden Stadtteil und Teilort geprüft, wo Entwicklungsbedarf besteht.

Vergangene Woche wurde ein erster Zwischenbericht im Kultur- und Sozialausschuss vorgestellt (Vorlage 301/2018): In drei Jahren haben wir viel erreicht, wir sind auf einem guten Weg. Ein Konzept für die Stadtteiltreffs ermöglicht, diese Kristallisationspunkte von Begegnung und lebendiger Nachbarschaft weiter auszubauen. Das Programm „Soziale Stadt WHO“ steht an, das Projekt „Seniorenleben und Pflege“ soll Wohnen und Pflege für Senioren in allen Quartieren und Teilorten verwirklichen helfen. Weitere offene Familientreffs sind im Aufbau, geplant ist eine Vermittlungsstelle für Sozialwohnungen. 

Geförderte Arbeitsplätze sollen verstärkt auch für Menschen entstehen, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, erste Schritte sind hier gemacht. Die allgemeine Sozialberatung kommt in weitere Stadtteile, auch die Integration der geflüchteten Menschen ist eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Und schließlich müssen wir die Förderrichtlinien für soziale Vereine und Projekte fortschreiben.

Diese Aufzählung zeigt, wie viel Arbeit ansteht. Dies geht nur gemeinsam: Ein Erfolgsgeheimnis der Sozialkonzeption besteht in der engen Einbindung der Bürgerschaft und der sozialen Einrichtungen. Hier ist gute Zusammenarbeit entstanden, Netzwerke, die bereits zu neuen Angeboten geführt haben. Im Sozialausschuss fiel der Satz: „Wir sind dabei, dicke Bretter zu bohren“ – in Tübingen bohren hier viele mit: Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und die sozialen Einrichtungen. Nur so können wir gemeinsam etwas bewegen und die Ziele umsetzen. 

Die Tübinger Liste unterstützt diese Prozesse nach Kräften. Wir bohren auch ganz konkret im Französischen Viertel vom 4. bis zum 6. Oktober in der Panzerhalle. Wir organisieren eine mobile Holzwerkstatt, zu der wir alle Kinder von sechs bis zwölf Jahren herzlich einladen. 

Claudia Braun, Stadträtin der Tübinger Liste

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