Tempo 30: Wieso nicht in Hirschau?

Was überall geht, geht nicht in Hirschau?

18.000 Fahrzeuge rattern durch Hirschau, davon 20 Prozent Lastwagen. Dreitausend Schwerlaster ruinieren die Durchgangsstraße. Daneben wohnen mehr als 500 Menschen, die nur bei geschlossenen Fenstern und mit Ohrstöpseln leben können. Die bereits bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in den Nachtstunden bringt etwas Entlastung. Der Ortschaftsrat will nun eine ganztägige Beschränkung auf 30 Stundenkilometer. Warum soll das nicht gehen?

Ulrich Latus, Ortsvorsteher, schreibt an den Gemeinderat:

„Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende des Gemeinderats,

der Ortschaftrat Hirschau (OR) fasste in seiner Sitzung am 25.09.2018 einen Beschlussantrag auf ganztägige Beschränkung der Geschwindigkeit innerhalb der gesamten Ortsdurchfahrt Hirschau, zunächst befristet bis zur Entlastung durch die B 28 neu. Begründet ist der Antrag durch die deutlich angestiegene Lärmbelästigung wegen der erheblichen Straßenschäden auf der gesamten OD Hirschau.

Dieser Antrag samt ausführlicher Begründung ist der Verwaltung bekannt. Es wurden auch Ortstermine zur Begutachtung und Aufnahme der Straßenschäden durchgeführt. … Die Verwaltung schlägt nun in GR-Vorlage 538 a / 2018 vor, im Zuge der Lärmaktionsplanung die Situation an der OD Hirschau zu überprüfen. Das soll durch Berechnung erfolgen. Diese Berechnungen berücksichtigen aber den Tatbestand der völlig kaputten Straße überhaupt nicht.

Der OR ist der Auffassung, dass sich die Verwaltung nicht ernsthaft mit dem Problem auseinander gesetzt hat und hält den Vorschlag in der GR-Vorlage 538 a/2018 für untauglich, auch unter den zeitlichen Gesichtspunkten…

Die über 3.000 LKW´s pro Tag bewirken auf der kaputten Straße mit zahlreichen Schlaglöchern und Verdrückungen Lärmbelastungen welchen die betroffenen Anwohnern Tag für Tag erleiden müssen. Die bereits angeordnete Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 in den Nachtstunden bringt spürbare Entlastung. Diese relativ einfach umsetzbare Maßnahme würde die betroffenen Anwohner rasch entlasten.

Die Verwaltung hat zwar zugesagt, die größten Schäden im laufenden Betrieb zu reparieren (flicken), jedoch muss bei dieser Straße eine Generalsanierung durchgeführt werden. Dass das erst nach der Fertigstellung der Entlastungsstraße B 28 neu erfolgen kann, steht dabei völlig außer Frage.

Der OR fordert nochmals mit einstimmigem Beschluss am 22.01.2019, Tempo 30 wegen der durch Straßenschäden hervorgerufenen erheblichen Mehrbelastung für die durch den unzumutbaren Lärm einzuführen, um die über 500 direkt betroffenen Anwohner schnellst möglich zu entlasten und bittet die GR-Fraktionen um entsprechende Übernahme des Antrags und Unterstützung.

Im Auftrag des Ortschaftsrates Hirschau

Ulrich Latus, Ortsvorsteher“

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