Tübingen – Grün und gepflegt

BroschGrGruenEine saubere, gepflegte und grüne Stadt erfreut Bürger wie Besucher. Sie lädt ein zum Flanieren, Verweilen, Einkaufen und Einkehren.

Öffentliches Grün

Noch haben Tübinger keinen weiten Weg zur nächsten Grünfläche. Die Idee der Innenverdichtung ist grundsätzlich in Ordnung. Auf die Spitze getrieben wird sie jedoch eine widersinnige grüne Forderung. Die grüne Lunge Tübingens fängt an zu husten! Inzwischen gibt es die mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten „Beurteilungskriterien für Vorhaben der Innenentwicklung“. Unsere Gemeinderäte werden ihre Umsetzung einfordern.

Beim innerstädtischen Grün sind bisher nur zwei Schwerpunkte zu erkennen: Blumenampeln an der Neckarbrücke, in der Altstadt und in Hirschau sowie Baumpflege unter dem defensiven Gesichtspunkt der Verkehrssicherung. Das eine schön, das andere manchmal, nicht immer notwendig. Landschaftsplanerische und -pflegerische Kriterien sind kaum zu entdecken. Wir unterstützen einen Grünentwicklungsplan. Wenn er aber darauf hinausläuft, durch neue Stabsfunktionen erneut nur neue Langfristkonzeptionen am Grünen Tisch zu produzieren statt zusätzliche Gärtner für die Grünpflege einzusetzen, ist nichts gewonnen!

Wir unterstützen eine grüne Strategie,

  • die unsere Steinlach, Goldersbach, Blaulach, Ammer und Neckar nach und nach renaturiert und an dafür geeigneten Stellen zugänglich und erlebbar macht
  • die jeden Bewohner seine öffentliche Grünfläche auch in Zukunft bequem zu Fuß erreichen lässt
  • die alle Möglichkeiten der Grünpflege ausschöpft: ehrenamtlicher Einsatz von Grün-Paten.

Konkrete Maßnahmen:

  • Die Platanenallee muss rechtzeitig saniert werden. Dem angeforderten Gutachten müssen Taten folgen
  • In den Neckarauen zwischen Tennisplatz und Ruderclub wird – fußläufig vom Flussquartier Alte Weberei – ein Neckarpark geplant. Wir unterstützen die baldige Umsetzung
  • Der Park rund um den Anlagensee und der Platz am Uhland-Denkmal bedürfen dringend einer Aufwertung und gärtnerischer Gestaltung
  • Der Ammer-Abschnitt hinter dem Technischen Rathaus sollte als Freizeit- und Mittagspausen-Möglichkeit für Bürger und Studierende hergerichtet werden
  • In öffentlichen Grünanlagen müssen Hunde-Toiletten aufgestellt werden
  • Eine Reihe baden-württembergischer Städte konnte in den letzten Jahren durch Grün-Projekte mit Bundes- oder Landesmitteln ihr Stadtbild und die Lebensqualität erheblich verbessern. Das hat Tübingen bisher versäumt. Wir wollen, dass die nächste Chance ergriffen wird.

 Sauberkeit

Im Großen und Ganzen ist Tübingen recht gepflegt und sauber. Die Stadtreinigung räumt beispielsweise nach Märkten und Festen blitzschnell und vorbildlich auf. Dennoch gibt es viele Ärgernisse im Alltag. Die Bürger sehen vielfachen Handlungsbedarf:

  • Das Areal um die Steinlach-Unterführung und rund um das Epple-Haus, der Einmündungsbereich der Gartenstrasse, der Bahnhofsvorplatz, der Stiftskirchen-Abgang zur Neckargasse und mehrere Ecken in der Altstadt sind eine Schande für Tübingen. Solange keine baulichen Veränderungen möglich sind, sollte zumindest gründlich gereinigt und die Schmierereien sollten beseitigt werden.
  • Sollte die Stadtverwaltung nicht Vorbild sein und die Graffiti an ihren Gebäuden rasch entfernen? Dieses Ansinnen weist sie zurück mit dem Hinweis, dass der Aufwand verpufft, solange die Privaten an ihren beschmierten Hauswänden nichts unternehmen. Wir fragen zurück: Hat man es denn überhaupt versucht, mit den Hausbesitzern ins Gespräch zu kommen? Hat man kreative Ideen entwickelt, wie so etwas für alle ohne großen Aufwand nach wenigen Tagen machbar wäre? Die Beobachtung trügt wohl nicht, dass öffentliche Flächen bei Sprayern besonders beliebt sind und die Werke dort oft über Jahre vor Übertünchung geschützt bleiben. Und so Nachahmer einladen.
  • In der Innenstadt müssen mehr Papierkörbe aufgestellt werden. An die Stocherkahn-Anlegestellen gehören größere Tonnen mit Mülltrennung (vielleicht nett versteckt hinter Palisaden mit Stocherkahnmotiv). Andere Städte bieten auf oder an den Papierkörben Extra-Behälter für Kippen und Kaugummis an und ersparen sich so teure Reinigungen. Tübingens einzige Aschenbecher sind bisher die Ritzen zwischen den Pflastersteinen.
  • Straßen mit parkenden Autos und Wege werden nur selten und unzulänglich gereinigt. Wintersplitt bleibt an manchen Stellen bis in den Sommer liegen.
  • Nur dank der „Netten Toiletten“ in Restaurants finden Besucher der Stadt ein stilles Örtchen, für das wir uns nicht schämen müssen. Die öffentlichen – ob bei der AOK, beim BVV oder am Rathaus – sind eine Zumutung. Sie sollten saniert, gut ausgeschildert und dann an Tübinger Kleinunternehmer verpachtet werden.

 

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