Tübingen – Kinder – Jugendliche – Vereine

Tübingen hat über Jahre hohe Beträge in den Ausbau der Kindertagesstätten und Kindergärten investiert und steht heute hervorragend da. Das begrüßen wir, denn junge Familien brauchen ein vielseitiges Betreuungsangebot für ihre Kinder. Wichtig ist uns, dass die städtischen Kindertagesstätten, die Einrichtungen der Freien Träger sowie der Tageselternverein gleichberechtigt behandelt und bezuschusst werden. Großbetriebe sollten verstärkt zur Einrichtung und zum Ausbau von Betriebskindergärten ermuntert werden – städtische Zuschüsse erleichtern dies.

Tübingens Eltern haben häufig Berufe, die mit engen Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen kollidieren. Hier ist der schwierige Spagat zwischen Finanzierbarkeit und einer befriedigenden Lösung für und mit diesen Eltern zu suchen. In allen Einrichtungen die Öffnungszeiten zu erweitern, bricht einer Gemeinde finanziell das Kreuz.

Wir werden darauf achten, dass die Verwaltung bei der mittelfristigen Planung die demographische Entwicklung im Blick behält, damit wir weder in eine Unter- noch in eine teure Überversorgung stolpern. Das gilt auch für die Schulen.

Junge Leute möchten ihre Freizeit gestalten. Sie wollen sich in ihrer Altersgruppe treffen, zusammen ausgehen, Musik machen, tanzen, einfach nur chillen… Die vorhandenen Jugend-Einrichtungen sind zwar in Ordnung, sie sind aber viel zu kurz geöffnet. Vor allem freitagabends, an Wochenenden und verstärkt im Winter zeigt sich, dass Tübingens Jugend dringend einen zentral gelegenen Treffpunkt braucht. Wir machen uns dafür stark.

Ohne viel Geld können andere Wünsche der Tübinger Jugend umgesetzt werden:

  • die Einrichtung einer Internet-Plattform mit einem Veranstaltungskalender speziell für Jugendliche
  • die Organisation von Aussprache- und Beratungsmöglichkeiten mit Erwachsenen außerhalb von Schule und Familie
  • mehr Wertschätzung durch Öffentlichkeit und Verwaltung für das ehrenamtliche Engagement Jugendlicher.

Die Gemeinderäte der Tübinger Liste nehmen die Anliegen der Jugend ernst und werden sich regelmäßig mit dem Jugendgemeinderat austauschen.

In 1600 (eintausendsechshundert) Vereinen leistet eine noch viel größeren Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragende Arbeit für unsere Gesellschaft. Die Vereine sind nicht nur ein Beweis unserer lebendigen Zivilgesellschaft, sie nehmen der Kommune auch eine Menge Aufgaben und Arbeit ab. Und das überwiegend kostenlos. Daher ist es nur recht und billig, wenn sich die Stadt – wo nötig – an der Finanzierung der Infrastruktur beteiligt und mit dauerhaften und verlässlichen Zuschüssen dafür sorgt, dass die Vereine ihren Dienst für die Allgemeinheit leisten können. Dafür werden wir uns stark machen.

Manche Vereine übernehmen Pflichtaufgaben der Kommune. Das ist beim Tübinger Tierheim bei der Aufnahme, Betreuung und Vermittlung von Fundtieren der Fall. Wenn die Vergütung für die Erledigung dieser städtischen Aufgaben zu gering ist, geraten solche Vereine und ihre ehrenamtlichen Helfer in arge Nöte. Wir werden daher in diesem und ähnlichen Fällen für kostendeckende städtische Zuschüsse eintreten.

Von den Mitgliederzahlen stechen unter den Vereinen die Sportvereine hervor. Sie begeistern nicht nur für den Sport, sondern leisten noch viel mehr: Integration von jungen Menschen verschiedenster Herkunft und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit, das Lernen von Gruppen- und Leitungsverantwortung, Aufbau stabiler sozialer Beziehungen außerhalb der Familie. Wir werden uns daher für die Unterstützung der Sportvereine einsetzen.

Mit der Stelle für bürgerschaftliches Engagement zeigt die Stadt, dass sie die Arbeit von Vereinen und Ehrenamtlichen schätzt und unterstützt. Hier könnten noch stärker Lotsendienste angeboten werden, die in Zeiten chronisch knappen Geldes den Weg zu den vielen Fördertöpfen von Stadt, Land, Bund, EU, öffentlichen und privaten Stiftungen usw. weisen.

 

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