Tübingen – Soziale und generationengerechte Stadt

BroschGrSozialUnter Mithilfe von Sozialvereinen, Netzwerken, Beratungsstellen und mit dem Einsatz vieler Ehrenamtlicher gestalten die Tübinger Bürgerinnen und Bürger das soziale Miteinander weitgehend aus eigener Kraft. Sie wirken hin auf ein erfreuliches Zusammenleben aller gesellschaftlichen Gruppen und eine Verringerung von Benachteiligung. Die Stadt unterstützt sie dabei und nimmt so ihre besondere Verantwortung gegenüber schwächeren Mitbürgern wahr. In Tübingen wird Vielfalt begrüßt und Anderssein als Bereicherung erlebt. Beispiele wie die Tafel-Läden, Vesperkirche, Bonuscard, Deutschkurse für Asylanten oder der Wunsch-baum zeigen, mit welcher Kreativität und Einfühlsamkeit in Tübingen geholfen wird.

Soziale Vor- und Fürsorge muss aber auch rechtzeitig auf die Rahmenbedingungen eines guten Zusammenlebens Einfluss nehmen und schon im Vorfeld alles tun, damit Probleme und Spannungen nicht überhand nehmen.
Tübingen wird zwar überwiegend als junge Stadt wahrgenommen. Aber der demographische Wandel macht auch bei uns nicht Halt, die Lebenserwartung steigt. So gibt es immer mehr alleinstehende ältere Menschen und Paare, denen Vereinsamung droht, die sich aber auch nicht in ein herkömmliches Heim begeben wollen. Die Stadt muss sich auf veränderte Lebensentwürfe einstellen und dazu beitragen, dass die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger auch bei Behinderungen und im höheren Alter erhalten bleibt.

Konkret fordern wir:

  • Mehr Sozialwohnungen, Förderung innovativer und gleichzeitig bezahlbarer Wohnformen, auch für das Wohnen im Alter
  • Eine generationenfreundliche Infrastruktur und Nahversorgung
  • Bauliche und technische Erleichterungen, damit sich Senioren und Menschen mit Behinderung leichter in der Stadt bewegen können
  • Speziell für Ältere: Ausweitung der ambulanten Betreuung auf Stadtteil-Ebene und Konzepte, die der Vereinsamung entgegen wirken
  • Genügend Spielplätze, Begegnungsstätten und Sportmöglichkeiten im Quartier
  • Die würdige Unterbringung und Behandlung von Asylanten und Flüchtlingen
  • Hilfestellung für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die bei uns heimisch werden wollen.

Gerade im sozialen Bereich ist zwischenmenschliches und ehrenamtliches Engagement besonders wichtig und hat eine große Tradition. Damit wird gleichzeitig dem Umstand Rechnung getragen, dass die finanziellen Ressourcen von Staat und Gemeinde begrenzt sind. Sie werden natürlich nicht von ihrer Sicherstellungsfunktion entbunden. Die kürzlich in Auf-trag gegebene Sozialkonzeption muss den Ist-Zustand durchleuchten und daraus tragfähige und dem Bedarf entsprechende Eckpunkte für die künftige Förderpolitik der Stadt entwi -keln. Wir werden auf deren Umsetzung achten.

 

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