Klaus Dieter Hanagarth nutzt den Bus häufig und sagt: Tübingen 31 – nein danke!

Mit dem Bau der Stadtbahn bis WHO wird die Betriebsleistung des Tübus-Systems durch Netzausdünnung und Taktverlängerung um etwa ein Drittel reduziert. Was das bedeutet, zeigen zwei Beispiele: Die Kilchberger, die nicht gerade in der Nähe ihres neuen RSB-Haltepunkts wohnen, und die Weilheimer müssen dann den Zubringerbus zum neuen RSB-Haltepunkt Weilheim nehmen und dort in die Stadtbahn umsteigen. Ihren 19er-Bus, der sie bisher werktags alle halbe Stunde in nur 25 Minuten umsteigefrei zum Klinikum bringt, gibt es nämlich nicht mehr.

Für die Tübinger, die entlang der Tübus-Linien 3 und 4 wohnen, also zum Beispiel im Bereich der Waldhäuserstraße, des Schönblicks oder der Winkelwiese, bringt die Verlängerung auf einen 30-Minuten-Takt eine deutliche Verschlechterung der Verbindung zum Hauptbahnhof und zum Einkaufszentrum WHO mit sich.

Die Reduzierung des Tübus-Netzes und die Taktverlängerung sollen einen Beitrag zur Finanzierung der bisher noch nicht bezifferten, jedenfalls gewaltigen Betriebskosten der Innenstadtstrecke leisten. Das ist aus Sicht des städtischen Haushalts zwingend, heißt aber auch: Die Innenstadtstrecke kannibalisiert das Tübus-System. Tübingen 31 – nein danke!

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