Universität und Stadt: Es kommt etwas in Gang!

„Gar kein Zeitdruck“

Wie schön, dass der stete Tropfen der Tübinger Liste den Stein doch ein wenig höhlt…

Im Tagblatt vom 15. April 2016, kurz nach den Tübinger Themen zum Thema Flächenverbrauch, setzte Klinik-Chef Michael Bamberg das Gespräch mit Cord Soehlke fort. Wie gut!

„Stadt und Uni sprachen über künftige Bauten

Wo können Universität und Klinikum in den nächsten dreißig Jahren ihre Neubauten errichten? Darum ging es am Mittwochabend bei einem Treffen mit der Stadt. Ergebnisse gibt es noch nicht, man sucht aber einvernehmliche Lösungen.

Tübingen. „Sehr, sehr offen“ und „sehr konstruktiv“ verlief laut Klinikums-Chef Michael Bamberg das Gespräch, bei dem Vertreter der Stadt Tübingen, der Universität und des Universitätsklinikums anhand eines Gutachtens ihre Positionen austauschten. Vier Standorte sind perspektivisch für die Ausbaupläne von Uni und Uniklinikum denkbar: Die Obere Viehweide (mit der einstigen Bundesforschungsanstalt), die Sarchhalde (entlang der Schnarrenbergstraße), die Rosenau (an der die Uni interessiert ist) und der Schnarren- und Steinenberg.

Nach dem Streit um das Parkhaus der Augenklinik bemühen sich derzeit alle Akteure um Zurückhaltung. „Gute Gespräche, aber noch keine Ergebnisse“, beschied OB Boris Palmer dem TAGBLATT nur knapp. Klinikumschef Michael Bamberg stellte immerhin klar, dass das Klinikum langfristig wachsen werde („es gibt eine Konzentration auf die größeren Häuser“) und deshalb bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans auch selbstbewusst seinen „Anspruch deutlich machen“ werde. Allerdings solle nichts gegen den Willen der Bevölkerung und des Gemeinderats durchgesetzt werden.

In den nächsten zehn Jahren benötige das Klinikum keine zusätzlichen Flächen: „Da herrscht gar kein Zeitdruck.“ Neubauten könne man auf dem Gelände am Schnarrenberg unterbringen. Irgendwann allerdings (wenn etwa die Frauenklinik auf den Berg zieht) brauche die Klinik auch wieder Baugrund. Theoretisch steht dann das Erweiterungsgelände südwestlich der neuen Augenklinik zur Verfügung: „Das gehört schon alles dem Land.“

Bamberg wünscht sich für diesen Fall „eine vernünftige Verbindung von Ökologie und Klinikumsbedarf“, gibt aber auch zu bedenken, dass die Tübinger nicht nur wegen ihrer Naturverbundenheit überdurchschnittlich alt würden, sondern auch wegen „der guten klinischen Versorgung“. Beides müsse man pflegen. Ende Juni ist das nächste Treffen geplant.“

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