Fliegender Wechsel:

SiebertUlf    >>>>>>>>   MihrUte

Ulf Siebert wird leider den Gemeinderat verlassen. Nach dem Verlust des Pachtvertrages des Kelter muss er wieder eine neue berufliche Existenz aufbauen. Das wird seine ganze Kraft kosten.
Daher müssen wir jetzt seine Aufgaben neu verteilen.

Es fällt der Tübinger Liste sehr sehr schwer, diesen wunderbaren, manchmal in seiner nachhaltigen Begeisterung nervenden, immer quirligen, immer einfallsreichen und immer wertschätzenden Querkopf Ulf Siebert gehen zu lassen. Gehen lassen, ja, aber nur aus der arbeitsreichen Fraktion, nicht aus dem Freundeskreis und nicht als Ideengeber und sensiblen “Hineinspürer” in die Stadt. Danke Dir, Ulf für die gute Zeit und schöne Zusammenarbeit!

Ulf bleibt weiter, wenn es seine Zeit erlaubt, Teilnehmer unserer wöchentlichen Erweiterten Fraktionssitzungen. Bis zu seinem offiziellen Ausscheiden werden wir wohl unsere 90. gemeinsame Fraktionssitzung erreicht haben.

Wir freuen uns, dass es jetzt Ute Mihr ist, die für Ulf in den Gemeinderat nachrückt: Unternehmerin mit einem bekannten Übersetzerbüro in Pfrondorf, Mutter dreier erwachsener Kinder, langjährige Elternbeiratsvorsitzende und Teilnehmerin fast all unserer Fraktionssitzungen. Ute ist also vom ersten Tag an gut in allen Themen drin.

Die Neubesetzung der Gremien und Ausschüsse geben wir nächste Woche bekannt.

Das schrieb Ute Mihr 2014 bei ihrer Bewerbung als Kandidatin (siehe auch https://www.tuebinger-liste.de/unsere-koepfe/):

Zur Person:
Ich heiße Ute Mihr, bin 55 Jahre alt, verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Seit 20 Jahren wohne ich in Pfrondorf in der Kirchentellinsfurter Straße 25. Bei einem Schulausflug 1974 verliebte ich mich in Tübingen.

Ausbildung und Beruf:
Vier Jahre später, im Wintersemester 1978/79, war ich dann glückliche Studentin der Anglistik und Slawistik (später kam noch Philosophie als drittes Hauptfach hinzu) an der Eberhard-Karls-Universität. Seither lebe, wohne und arbeite ich in Tübingen – unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt in den USA (Saint Paul-Minneapolis) und insgesamt sechs Monaten in Moskau und Kiew.
Schon während des Grundstudiums übersetzte ich zusammen mit meinem Mann Ulrich Mihr Bücher aus dem Englischen. Seit 1985 betreiben wir gemeinsam die Übersetzeragentur VerlagsService Dr. Ulrich Mihr, in der ich neben meiner Übersetzertätigkeit seit 1996 für die Akquisition und Disposition der Aufträge für inzwischen fast vierzig freie Mitarbeiter/innen verantwortlich bin.

Mein Tübingen und die Welt:
Während der Schulzeit meiner Kinder habe ich mich 14 Jahre lang im Elternbeirat engagiert. So war ich Ende der Neunzigerjahre/Anfang der Nullerjahre mehrfach Elternbeirats- vorsitzende der Grundschule Pfrondorf und später dann Elternbeiratsvorsitzende der Geschwister-Scholl-Schule. Nachdem mein ältester Sohn dort 2006 die Realschule beendet hatte, habe ich bis 2010 als Schriftführerin im Vorstand des Elternbeirats des Uhland- Gymnasiums mitgearbeitet. Dort bin ich bis heute als Beirätin im Vorstand des Vereins der Freunde des Uhlandgymnasiums.

Seit 1994 bin ich Mitglied bei Soroptimist International Club Tübingen und dort seit 1998 in verschiedenen Funktionen im Vorstand (u.a. 2002-06 Schriftführerin und 2006-08 Präsidentin). Seit 2008 organisiere ich mit zwei anderen Clubmitgliedern die Reihe »Tübinger Schriftsteller lesen für Tübinger Schulen«, und seit 2012 bin ich seitens des Clubs für die Durchführung des Projekts Kulturpatenschaften (in Zusammenarbeit mit dem LTT Tübingen) verantwortlich.

Durch meine Kinder hatte und habe ich auch Einblick in Lebensbereiche außerhalb meines eigenen persönlichen und beruflichen Umfelds:
Ins Handwerk durch meinen ältesten Sohn, der Zimmerer gelernt hat und seit zweieinhalb Jahren als Wandergeselle unterwegs ist.
In die Universität durch meine Tochter, die Psychologie studiert.
Und in die Welt der Vereine (insbesondere des SV Pfrondorf) durch meinen jüngsten Sohn, der gerade eine kaufmännische Ausbildung absolviert und seit seinem 5. Lebensjahr bis zum Kreuzbandriss im vergangenen Jahr aktiv Fußball gespielt hat.

Seit vielen Jahren schon nehmen wir fast jedes Jahr für ein paar Wochen oder Monate internationale Studenten/innen in unsere Familie auf. So kommt die Welt nach Tübingen, und Tübingen in die Welt.

Was nach beruflicher Arbeit und Ehrenamt an Zeit übrig bleibt, wird in meinen großen Gemüsegarten investiert, aus dem wir uns den Sommer über fast selbst versorgen.

Bei der Tübinger Liste bin ich, weil ich (wie bei meiner Mitarbeit in den Schulen) mit parteipolitisch unverstelltem Blick an Themen arbeiten und ohne Rücksicht auf ideologische Positionen die besten Lösungen für meine Lieblingsstadt Tübingen finden möchte.

 

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