Claudia Braun will Therapie-Hunde von Steuern befreien

Mit großer Mehrheit empfahl der Verwaltungsausschuss dem Gemeinderat gegen den Willen der Verwaltung, Therapiehunde, die eine Prüfung abgelegt haben und regelmäßig eingesetzt werden, von der Steuer zu befreien. Sie werden in der Altenhilfe oder in psychiatrischen Einrichtungen nutzbringend eingesetzt.

Steuerbefreiung soll auch für Hunde gelten, die aus dem Tübinger Tierheim übernommen werden. Ihre Besitzer sollen nach zwei Jahren nachträglich für das erste Jahr steuerlich befreit werden.

“Die positive Wirkung von Therapiehunden sei wissenschaftlich nachgewiesen, ihr gesellschaftlicher Nutzen also “offensichtlich”, sagte Claudia Braun (Tübinger Liste) vorgestern im Verwaltungsausschuss des Tübinger Gemeinderats. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Fraktionen der Tübinger Liste und der AL/Grüne jene Vierbeiner von der Hundesteuer befreien. Als “Zeichen der Wertschätzung”, so Braun, wolle man außerdem jene Halter steuerlich befreien, die ihren treuen Begleiter im Tierheim besorgt haben – statt etwa im Internet. (Schwäbisches Tagblatt vom 28. Januar 2017)

Für Rettungs-, Blinden-, und manche Jagdhunde gilt bereits heute: Sie sind von der Hundesteuer befreit.
Die Stadtverwaltung lehnt die Vorschläge ab. Für Steuern sei keine Gegenleistung zu erwarten, sie seien hoheitlicher Beschluss und fertig.

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