Leserbrief im Schwäbischen Tagblatt vom 11. September 2018

Gernot Stegert berichtete am vergangenen Samstag über die Planung der Regionalstadtbahn durch Tübingen, die gestern Abend in einer Sondersitzung des Gemeinderats thematisiert worden ist.

“Erstmal ein großes Lob über die informative Aufmachung der Doppelseite. Es ist ja fast nicht angebracht, etwas Negatives zu sagen, aber ich tue es trotzdem.

Ich habe sechs Jahre während meines Studiums in Karlsruhe gelebt und tagtäglich die Problematik mit der Straßenbahn (Straba) als Fußgänger und Radfahrer hautnah erlebt. Fußgänger wurden durch die Straba in der Fußgängerzone (Kaiserstraße) “weggebimmelt” und manchmal auch angefahren. Fahrradfahrer sind aufgrund der Schienen gestürzt oder in andere gefährliche Situationen mit der Straba gekommen. Aufgrund dieser unzumutbaren Situation wollte ganz Karlsruhe die Straba aus der Fußgängerzone entfernen. Dies ging natürlich nicht, aber zwischenzeitlich wird diese Zone untertunnelt, also die Straba fährt als U-Bahn, damit es eben keine großen Berührungspunkte mehr mit den Fußgängern gibt. Und was will Tübingen: In engen Straßen wie der Mühlstraße und der Neckarbrücke samt Europaplatz eine Mischung von Straba, Fußgängern, Radfahrer und Autofahrer. Da ist doch der Stress vorprogrammiert. Lassen Sie sich doch einmal von den Karlsruhern Stadtbahnbetreibern über ihre Erfahrungen informieren, so dass in Tübingen nicht katastrophale Fehler begangen werden. Wenn eine Stadtbahn, dann wenigstens raus mit dem Autoverkehr an den sensiblen Teilstücken.”

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