Kornhausstraße: Zeitgewinn?

Nehmen wir mal an, es geschieht ein Wunder und alle Radfahrer halten sich in der Kornhausstraße wirklich an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit (maximal 7 km/h). Welchen Zeitgewinn haben sie auf den 150 Metern zwischen Krummer Brücke und Hirschgasse gegenüber einem, der sein Rad in normalem Fußgängertempo (4 km/h) schiebt? Richtig: 58 Sekunden! Ist das die Belästigung und Gefährdung von Kindern und Senioren, Passanten und Bummlern wert?

5. Februar 2019 Klaus Dieter Hanagarth, Ortsbeirat Nord der Tübinger Liste

***************

Der Fraktionsvorsitzende, Ernst Gumrich, rechnet anders:

Öffnung Kornhausstraße für Räder?
Der schlechte Witz: Sie kommen SPÄTER an!

Hier der Beweis, dass der Mathematiker im Rathaus bereits auf der Ebene der Grundrechenarten grottenfalsch liegt. Wir haben nachgerechnet: WITZIGES ERGEBNIS: Es kostet die Radfahrer Zeit!

Für die Wege zur Uni, in den Bota oder in den Süden Tübingens ist die Durchfahrung der Kornhausstraße ohnehin Unsinn. Aber, das wollten wir jetzt doch genau wissen: Bin ich als Radfahrer von der Krummen Brücke wenigstens etwas schneller beim Collegium als beim Umweg über die Bachgasse? 

Ergebnis: Nein, ich komme 20 Sekunden später an.
Annahmen: In der Kornhausstraße Schrittgeschwindigkeit = 7 km/h :-)
Gegen die Fahrrichtung in Hirsch- und Collegiumsgasse 10 km/h (da ist unsere einzige 10km-Zone).
Auf dem 174 m längeren „Umweg“ über Schmiedtorstraße, Bachgasse, Lange Gasse im Schnitt nur moderate 15 km/h. Die meisten werden da schneller sein. Auch bereits mit 15 km/h sind sie 20 Sekunden vor denen da, die die „Abkürzung“ über die Kornhausgasse genommen haben.

Ähnliche Beiträge

Kommentarfunktion geschlossen.